Adolf Friedrich Johann Butenandt

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    deutscher Chemiker; * 24. März 1903 in Bremerhaven-Lehe, † 18. Januar 1995 in München

    an den Universitäten in Marburg und Göttingen ab 1921 Studium der Chemie, Promotion 1927, ab 1931 Privatdozent und Leiter der organischen und biochemischen Abteilung des Chemischen Instituts der Universität Göttingen.1933 berief man Butenandt als Ordinarius für organische Chemie an die Technische Hochschule in Danzig. Drei Jahre später wurde er Direktor am Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie in Berlin-Dahlem und war gleichzeitig 1938-44 Honorarprofessor an der Berliner Universität.Butenandt leitete das, auf Grund des Bombenkrieges von 1944 nach Tübingen verlegte, Kaiser-Wilhelm-Institut, später Max-Planck-Institut, und war 1945-56 zugleich Professor für Physiologische Chemie an der Universität Tübingen. 1956 ging er nach München. Dort leitete er wieder als Direktor die Abteilung Biochemie des Instituts, das nun Max-Planck-Institut hieß, und arbeitete bis 1960 auch an der Universität München erneut als Ordinarius für Physiologische Chemie. Als Nachfolger von Otto Hahn war Butenandt 1960-72 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.

    Seit 1927 hatte er sich mit der Erforschung der Hormone der Keimdrüsen befasst. 1929 stellte er das "Follikulin" (später: Östron) dar; 1931 gelang ihm die erste Isolierung des männlichen Sexualhormons Androsteron, 1934 die Darstellung eines weiteren weiblichen Sexualhormons, des Progesterons, 1939 die Synthese des Cholesterins. Die chemische Verwandtschaft zwischen Östrogenen und den Gallensäuren wurde bewiesen.

    Für diese Arbeiten erhielt Butenandt 1939 gemeinsam mit Leopold Ruzika den Nobelpreis für Chemie, den er erst nach dem Untergang des NS-Regimes annehmen konnte.

    Weiter entdeckte er als neue Naturfarbstoffklasse Pigmente bei Insekten, die Ommochrome. Als erstes Insektenhormon stellte er das Ecdyson dar, das die Verpuppung und Häutung der Larven des Seidenspinners steuert, und er entdeckte die Pheromone, die Sexuallockstoffe der Insekten.

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