Christian Schubart

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    deutscher Schriftsteller; * 24. März 1739 in Obersontheim, Württemberg, † 10. Oktober 1791 in Stuttgart


    gilt als erster bedeutender deutscher Journalist und Publizist. Als Student gehörte er zu den Idealisten des Sturm und Drang, die der Fürstengewalt den Kampf ansagten. Schubart war ein Anhänger Klopstocks; er trug seine Ideen ins Volk und hielt populäre Vorlesungen über seine Dichtungen und Ziele. In dieser Zeit verfasste er lyrische Gedichte im Geiste Bürgers und griff dramatische oder freiheitliche Stoffe wie "Der ewige Jude" oder "Die Fürstengruft" zur Bearbeitung auf. Herzog Karl Eugen verurteilte ihn wegen seines Tyrannenhasses zu lebenslänglicher Festungshaft auf dem Hohenasperg. Hier schrieb Schubart sein bestes Werk, eine Selbstbiografie von hohem kulturhistorischen Wert. Nachdem er zehn Jahre seiner Strafe verbüßt hatte, wurde er begnadigt, war jedoch ein gebrochener Mann.

    Seinen Lebensunterhalt verdiente er künftig als Theaterdirektor seines tyrannischen Gebieters. Außerdem gab er die Zeitschrift "Vaterlandschronik" heraus.

    Seine Erzählung "Zur Geschichte des menschlichen Herzens" gab dem jungen F. Schiller die stofflichen Umrisse für sein großes dramatisches Erstlingswerk "Die Räuber".

    Hauptwerke: "Gedichte aus dem Kerker", "Die Fürstengruft", "Der Gefangene".