Währungsunion

    Aus WISSEN-digital.de

    Die Einführung gemeinsamen Geldes in zwei oder mehreren Staaten und/ oder in einer Freihandelszone. Eine Wirtschafts- und Währungsunion (siehe Wirtschaftsunion) ist häufig der erste Schritt zur politischen und wirtschaftlichen Einheit verschiedener Nationen.

    Belgien und Luxemburg schufen 1922 eine Währungsunion mit dem Belgischen und Luxemburger Franc als gleichberechtigten Zahlungsmitteln in beiden Ländern. In der Europäischen Gemeinschaft wurde 1999 der Euro als gemeinsame Währung eingeführt. Seit 2002 ersetzen Geldnoten und Münzen des Euro die nationalen Zahlungsmittel der Teilnehmerländer.

    Die der Wiedervereinigung vorausgehende Währungsunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1990 stellt keine Währungsunion im eigentlichen Sinne dar, sondern kann als Abschaffung des Geldes der DDR und Einführung der D-Mark der BRD angesehen werden. Diese Währungsunion war ein entscheidender Schritt zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten.

    Weitere Währungsunionen sind unter anderem die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (bestehend aus Benin, Elfenbeinküste, Niger, Burkina Faso, Senegal, Togo, Mali und Guinea-Bissau), die Ostkaribische Währungsunion (Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Anguilla, Montserrat) und die Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (Kamerun, Republik Kongo, Äquatorialguinea, Zentralafrikanische Republik und Tschad).

    Audio-Material
    Datei:Br65.mp3 Helmut Kohl zum Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990



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