Polybios

    Aus WISSEN-digital.de

    griechischer Historiker; * um 200 v.Chr. in Megalopolis, Arkadien, † um 120 v.Chr.

    Polybios war der Sohn des Lykortas, eines Strategen des Achäischen Bundes. Ab 170/169 v.Chr. war er selbst Hipparch (Reiterführer) des Achäischen Bundes. 167 v.Chr., nach der Niederlage des Bundes gegen die Römer bei Pydna kam er als Geisel nach Rom, wo er sich die Freundschaft des jüngeren Scipio erwarb und Einblicke in das römische Staatswesen gewann. Im Gefolge Scipios nahm er, inzwischen keine Geisel mehr, als militärischer Berater am 3. Punischen Krieg teil. Als die Achäer erneut in den Krieg zogen, ging Polybios in seine Heimat zurück. Nach der endgültigen Niederlage der Achäer 146 v.Chr. wurde er von Rom mit der Neuordnung Griechenlands beauftragt.

    Polybios schrieb eine 40 Bücher umfassende Universalgeschichte der Zeit von 266 bis 144 v.Chr. (Historai), die sich jedoch hauptsächlich mit dem Aufstieg Roms befasst. Erhalten sind leider nur die ersten fünf (bis 216 v.Chr.) sowie Teile einiger anderer Bücher. Polybios bemühte sich insbesondere um die Hintergründe der historischen Ereignisse und war in seiner Arbeit stark von Thukydides beeinflusst.



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