Albert Einstein

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    deutscher Physiker; * 14. März 1879 in Ulm, † 18. April 1955 in Princeton, New Jersey

    Albert Einstein

    Albert Einstein verlebte seine Kindheit und Jugend in München. Der mittelmäßige Schüler musste 1884 das Luitpoldgymnasium ohne Abschluss verlassen, weil sein Vater in Konkurs gegangen war. Die Eltern wanderten nach Mailand aus, Einstein besuchte die Kantonsschule von Aarau in der Schweiz und studierte dann zwischen 1896 und 1900 an der Eidgenössischen Polytechnischen Schule (später Technische Hochschule) in Zürich Mathematik und Physik. 1901 arbeitete er vorübergehend als Hilfslehrer an einer Schule in Winterthur und wurde 1902 Beamter am Patentamt in Bern. 1903 heiratete er die Mathematikstudentin Mileva Maric.

    Der 26-jährige Einstein hatte im Band 17 der "Annalen der Physik" drei wichtige Abhandlungen veröffentlicht (spezielle Relativitätstheorie). Diese Veröffentlichungen verhalfen ihm zu Weltruhm. Beamter war Einstein noch bis 1909, dann machte ihn ein Ruf an die Zürcher Universität zum außerordentlichen Professor. Seine spezielle Relativitätstheorie wurde anerkannt, und seine Auffassungen auf dem Quantengebiet, die lange als zu radikal galten, wurden nun als richtig akzeptiert. 1911 folgte Einstein einem Ruf an die Prager Universität, kehrte aber nach drei Semestern in die Schweiz zurück und wurde Ordinarius an der Technischen Hochschule Zürich.

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    Im Frühsommer 1913 traten die Berliner Professoren Planck und Nernst an ihn heran: Er sollte hauptamtliches Mitglied der Berliner Akademie werden, Direktor des neu zu schaffenden Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik und Professor an der Universität, ohne die Pflicht, Vorlesungen zu halten. Einstein war einverstanden, wurde gewählt und trat am 1. April 1914 sein neues Amt an. Noch im selben Jahr wurde er von seiner Frau geschieden. Kurze Zeit danach heiratete er seine Cousine Elsa Einstein. In diesen Jahren gelangen ihm weitere Aufsehen erregende physikalische Forschungen, 1916 auch die Entwicklung der allgemeinen Relativitätstheorie. Feinde traten auf, nannten seine Forschungen einen "jüdischen Weltbluff". Den Nobelpreis für Physik, den er 1922 rückwirkend für das Jahr 1921 erhielt - nicht für seine Relativitätstheorie, sondern für seine Quantentheorie ?, empfand er als Ausgleich für die Angriffe, die er auch von Kollegen erleiden musste.

    1933 zog er die Konsequenzen aus den ständigen antisemitischen Angriffen und übersiedelte in die USA. Er ging an das Institute for Advanced Studies in Princeton. Im Laufe des Jahres 1939 wurde die Energiegewinnung durch Umwandlung von Atomkernen (auch auf der Grundlage der Einstein'schen Formel E = m x c2) im Prinzip praktikabel. Albert Einstein unterschrieb am 2. August 1939 einen Brief an Präsident Roosevelt, in dem Atomforscher wie Leo Szilard, Robert Oppenheimer und Edward Teller die Regierung über die Chancen und die Gefahren der neuen Energiegewinnung aufklärten. So kam es, dass der überzeugte Pazifist Albert Einstein mit den Anstoß zur Entwicklung und zum Bau der Atombombe gab.

    1952, drei Jahre vor seinem Tod, wurde Einstein das Amt des Staatspräsidenten von Israel angeboten; er lehnte ab. Er lebte in Princeton fast wie ein Einsiedler. Bis zuletzt arbeitete Einstein an der Idee, eine einheitliche Feldtheorie zu schaffen: Er wollte beweisen, dass Schwerkraftfeld und elektromagnetisches Feld eine kosmische Einheit darstellen.

    Zitat
    Datei:Z26 einstein.mp3



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