Daniil Iwanowitsch Charms

    Aus WISSEN-digital.de

    russischer Schriftsteller; * 12. Januar 1906 in St. Petersburg, † 2. Februar 1942 in Haft

    Charms frühe avantgardistische Werke zeigen Einflüsse des Dadaismus. Der Schriftsteller war auf formaler Ebene sehr innovativ und verwendete die verschiedensten Stilmittel, vor allem arbeitete er auch intensiv mit Mitteln auf der lautlichen Ebene (z.B. Alliterationen). Inhaltlich sind seine Texte oft durch absurde und widersprüchliche Aussagen gekennzeichnet. Die späteren Werke setzen sich stärker mit der gesellschaftlichen Realität in der UdSSR der späten 1920er und der 1930er Jahre auseinander und liefern düstere und beklemmende Eindrücke.

    Heute gilt Charms als bedeutender Vertreter des absurden Theaters und der experimentellen Lyrik und Prosa in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s. Bekannt ist sein Stück "Elisabeth Bam" (1927), das einzige seiner Theaterstücke, das zu seinen Lebzeiten aufgeführt wurde. Es setzt sich aus vielen kleinen Stücken zusammen. Charms war außerdem ein bedeutender Kinderbuchautor.

    Charms wurde wegen seiner literarischen Werke, die als Regimekritik verstanden wurden, mehrfach verhaftet. Er starb im Gefängnis.

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    1829 Uraufführung des ersten Teils von Johann Wolfgang von Goethes Tragödie "Faust".
    1853 Uraufführung von Giuseppe Verdis Oper "Il Trovatore".
    1906 Uraufführung von Gerhart Hauptmanns Schauspiel "Und Pippa tanzt!".



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