Stereophonie

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch)

    Einleitung

    Stereophonie ist ein zweikanaliges, elektroakustisches Aufnahme-, Übertragungs- und Wiedergabeverfahren zur Schaffung eines annähernd richtungsgetreuen Hörerlebnisses, d.h. die zur Schallwiedergabe gehörenden Richtungsinformationen werden berücksichtigt. Die originalen Aufnahmebedingungen bzw. die tatsächlichen akustischen Verhältnisse des Aufnahmeraumes sollen damit im Wiedergaberaum erzeugt werden.

    Das menschliche Hören

    Das Richtungshören erfolgt mit beiden Ohren und wird durch komplizierte physikalische und physiologische Zusammenhänge bestimmt. Das Hörerlebnis beruht vor allem auf dem intelligenten Hören, bei dem das originale Schallereignis auf Grund von Erfahrungen ausgewertet wird.

    Die Laufzeitdifferenzen des Schalls ermöglichen das Orten der Richtung. Seitlich eintreffende Schwingungen gelangen zu unterschiedlichen Zeiten an beide Ohren. Von vorn kommende Schwingungen treffen gleichzeitig auf beide Ohren. Schallfeldbrechungen am Kopf und frequenzabhängige Schallabschaltungen der Ohren haben ebenfalls Einfluss auf das Richtungshören.

    Stereophone Schallaufzeichnung

    Zur Wiedergabe des direkten und indirekten (reflektierten bzw. mehrfach reflektierten) Schalls werden bei der Aufnahme vor den Schallquellen mindestens zwei Mikrofone oder Mikrofongruppen aufgebaut. Die aufgenommenen Schallsignale werden über jeweils getrennte Übertragungskanäle geleitet, verstärkt und am Wiedergabeort abgestrahlt (linker Kanal "L", Kennfarbe Gelb; rechter Kanal "R", Kennfarbe Rot).

    Die Wirkung der Stereophonie beruht auf der Übertragung der Schalllaufzeitunterschiede (Richtungszuordnung des Hörerlebnisses durch Laufzeitunterschiede der Schallwellen zu den Mikrofonen) oder der Schallintensitätsunterschiede (Richtungszuordnung des Hörerlebnisses durch Intensitätsunterschiede zwischen dem linken und rechten Stereosignal). Wesentlich für die Qualität der stereophonen Wiedergabe mit Lautsprechern sind die akustischen Eigenschaften des Wiedergaberaumes.

    Bei der kopfbezogenen Stereophonie erfolgt die Aufnahme mit zwei Mikrofonen, die sich in einem nachgebildeten menschlichen Kopf, dem Kunstkopf, befinden. Der verbesserte räumliche Eindruck - das Rundumhören - kommt aber nur beim Abhören mit Stereokopfhörern zur Geltung. Schallaufnahmen, die auf der Grundlage der Kunstkopfstereophonie erfolgten, sind deshalb besonders gekennzeichnet.

    Weiterentwicklungen

    Eine Weiterentwicklung des zweikanaligen Übertragungsverfahrens ist das vierkanalige Verfahren, die Quadrophonie. Weitere Stereoverfahren sind die als modifizierte Verfahren oder als Zwischenlösung zwischen zweikanaliger und vierkanaliger Stereophonie (= Quadrophonie) zu bezeichnenden Verfahren: CD-4-Verfahren, Pseudoquadrophonie und SQ-Verfahren.

    KALENDERBLATT - 17. Mai

    1885 Kaiser Wilhelm I. verleiht der Neu-Guinea-Compagnie einen Schutzbrief für die Gebiete Neu-Guineas, die als "herrenloses Land" somit unter deutscher Oberhoheit stehen.
    1892 Uraufführung der Oper "Bajazzo" von Leoncavallo.
    1943 Britische Bomber zerstören die Staumauer des Möhnsees und verursachen damit eine Wasserlawine, der mehr als 1 100 Menschen zum Opfer fallen.



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