Rhesusunverträglichkeit

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Rhesus-Inkompatibilität;

    in der Geburtshilfe wichtiges Krankheitsbild. Es entsteht, wenn eine Frau, die Rhesusfaktor-negativ ist und ein Mann, der den Rhesusfaktor trägt, gemeinsam ein Kind zeugen, kann dieses ebenfalls den Rhesusfaktor auf seinen roten Blutkörperchen tragen. Bei der Geburt, bei der immer ein Blutübertritt vom Kind auf die Mutter stattfindet, gelangen rote Blutkörperchen mit dem Rhesusfaktor ins Blut der Mutter. Dort werden sie vom Abwehrsystem als fremd erkannt und durch extra gebildete Antikörper abgetötet. Gedächtniszellen, die wie bei jeder Abwehrreaktion anschließend gebildet werden, merken sich diesen Vorgang. Bei einer weiteren Schwangerschaft derselben Frau mit einem Rhesusfaktor-positiven Kind gelangen diese Gedächtniszellen über die Nabelschnur zum Kind und entdecken dort den als feindlich erkannten Rhesusfaktor. Sie bilden daher Antikörper und zerstören die roten Blutkörperchen des Kindes. Unbehandelt würde das Kind nun innerhalb weniger Tage in der Gebärmutter versterben. Heute ist es durch die Anti-D-Prophylaxe, die bei jeder Rhesusfaktor-negativen Schwangeren nach der Entbindung (oder Fehlgeburt) durchgeführt wird, möglich, die alles auslösende Antikörperbildung zu verhindern.

    KALENDERBLATT - 12. Juli

    1806 Unter dem Schutz des französischen Kaisers Napoleon I. gründen 16 Reichsfürsten den Rheinbund, der Anfang des Endes des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
    1848 Erzherzog Johann von Österreich wird von der deutschen Nationalversammlung als Reichsverweser eingesetzt. Statt eine neue deutsche Zentralgewalt zu manifestieren, bleibt er jedoch machtlos.
    1859 Kaiser Napoleon III. bietet dem besiegten Kaiser Franz Joseph den Frieden von Villafranca an, auf den sie sich rasch einigen.



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