Mond

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    Der Mond: Trabant der Erde

    1. im weiteren Sinn: Trabant (Himmelskörper, der um einen Planeten kreist), Satellit.

    2. Erdmond: Der einzige natürliche Begleiter der Erde. Die Umlaufzeit des Erdmondes beträgt etwa 27 1/3 Tage, das sind etwa vier Wochen oder ein Monat (eine Wortbildung zu Mond). Die mittlere Entfernung des Mondes von der Erde beträgt 384 000 km. Er besitzt nur etwa den achtzigsten Teil der Erdmasse; seine Schwerkraft beträgt deshalb nur ein Sechstel der irdischen Schwerkraft. Der Mond kehrt der Erde stets dieselbe Seite zu. Er erhält sein Licht von der Sonne und wirft es auf die Erde zurück. Daher sind von der Erde aus verschiedene Formen (Mondphasen), je nach der Dreiecksbeziehung zwischen Mond, Sonne und Erde, zu sehen. Hat der Mond z.B. die Länge gleich der Sonne, ist Neumond, ist er im Schatten der Erde, entsteht eine Mondfinsternis. Der Mond verursacht durch seine Anziehungskraft die Gezeiten der Meere. Erde und Mond bewegen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, der innerhalb der Erde liegt. Der Schnittpunkt beider Bahnen wird als Knoten bezeichnet. Der Mond bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 1,023 km/s, er wendet in seinem Umlauf der Erde immer die gleiche Seite zu (gebundene Rotation).

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    Amerikanische Astronauten auf dem Mond

    1969 landete erstmalig ein amerikanisches Raumfahrzeug ("Apollo 11") mit zwei Astronauten in Raumanzügen mit Sauerstoffversorgung auf dem Mond. Der Astronaut Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond. Bemannte und unbemannte Raumflüge haben inzwischen genaueste Mondkarten geliefert. Die großen Mondebenen nennt man seit Jahrhunderten Meere, obwohl sie kein Wasser enthalten. Die größte Mondebene ist das Meer der Stürme ("Oceanus Procellarum") mit einer Ausdehnung von rund 5 000 000 km². Die großen Meere und die mächtigen Krater und Ringgebirge lassen sich besonders bei Halb- oder Viertelmond gut mit einem Fernglas beobachten. Sehr eindrucksvoll sind die mehreren zehntausend Mondkrater, von denen die größten einen Durchmesser von über 200 km aufweisen. Auf der von der Sonne beschienenen Seite des Mondes hat seine Oberfläche eine Temperatur von 120 °C, auf der sonnenabgewandten Seite -130 °C. Bedeckt ist die Mondoberfläche von einer feinkörnigen Schicht aus glasig erstarrtem Basalt, Obsidian und ähnlichem Gestein, die nur etwa sieben Prozent des von der Sonne auftreffenden Lichtes reflektiert.

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    Blick vom Mond auf die Erde

    Der Mond besitzt keine nachweisbare Atmosphäre (Gashülle). Auf ihm gibt es nach dem heutigen Stand des Wissens weder Wasser noch Leben. Da eine Atmosphäre fehlt, bleibt die Mondoberfläche über lange Zeiträume unverändert erhalten. Die fehlende Erosion und Abtragung sind der Grund dafür, dass viele Mondgebirge sich viel höher über ihre Umgebung erheben, als es bei irdischen Gebirgen der Fall ist.

    Über die Entstehung des Mondes - vor vermutlich 4,6 Milliarden Jahren - bestehen verschiedene Theorien: Zum einen könnte die Erde den Mond eingefangen haben, zum anderen könnte der Mond ein Stück der Erde sein. Eine andere Theorie besagt, dass Erde und Mond sich gemeinsam aus Gesteinstrümmern entwickelten.

    Audio-Material
    Datei:Apollo11moon.mp3 Die Landung von Apollo 11 auf dem Mond, 20./21. Juli 1969
    Datei:Armstrong.mp3 Neil Alden Armstrong: »One Small Step for Man ...«
    Datei:JFK8.mp3 John F. Kennedy: »Landing a Man on the Moon and Returning Him ... «


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