Mohammed Hatta

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    indonesischer Politiker; * 12. August 1902 in Fort de Kock (Menangkabau), † 14. März 1980 in Jakarta

    Hatta war promovierter Volkswirt. Er trat bereits in den 1920er Jahren für den Abzug der niederländischen Kolonialherren von den malaiischen Inseln ein. 1934 wurde er verbannt, rief jedoch nach seiner Rückkehr 1945 zusammen mit Sukarno die Indonesische Republik aus und war bis 1948 Vizepräsident. Die kriegerischen Ereignisse in Ostasien - die Eroberungen der Japaner und deren anschließende Niederlage durch die Kämpfe von Insel zu Insel - machten den Weg frei: Im Dezember 1949 unterzeichnete im Bürgersaal des Königspalastes in Amsterdam Mohammed Hatta gemeinsam mit der Königin Juliane die Selbstständigkeitsurkunde. Indonesien, das Kernstück der niederländischen Kolonien, erhielt nach 350-jähriger niederländischer Herrschaft seine eigene Souveränität.

    Hatta bildete unter dem Präsidenten Sukarno die erste indonesische Regierung. Aus innenpolitischen Gründen trat Hatta als Ministerpräsident allerdings bereits 1950 zurück. Bald danach wurde er zum Vizepräsidenten gewählt, ein Amt, das er 1956 niederlegte. Erfolglos hatte er sich gegen Sukarnos "permanente Revolution" gewandt. Als allerdings durch General Suharto der kommunistische Putsch 1965 niedergeschlagen worden war, widmete sich Hatta wieder der indonesischen Politik.

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