Migräne

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    (lateinisch-griechisch) auch: Hemikranie;

    anfallsweise auftretende, häufig halbseitige, jedoch auch doppelseitig vorkommende heftige Kopfschmerzen, deren Dauer Stunden, aber auch einen Tag und länger betragen kann. Häufig kündigt sich der Migräneanfall durch Vorboten (Prodromalsymptome) an, wie Müdigkeit, Unlust, Reizbarkeit, Flimmern vor den Augen. Danach setzen die Kopfschmerzen ein, die häufig von Übelkeit und Brechreiz, am Höhepunkt des Anfalls häufig mit Erbrechen begleitet sind. Gleichzeitig besteht Überempfindlichkeit gegen Licht und Lärm. Das Gesicht ist häufig verfärbt, entweder auffallend blass oder stark gerötet. In seltenen Fällen treten im Zusammenhang mit Migräne-Anfällen auch flüchtige Augenmuskellähmungen ("Doppeltsehen") und sogar vorübergehende Sprachstörungen auf. Migräne kommt sehr häufig familiär vor, überwiegt bei Frauen und setzt meist in oder bald nach der Pubertät ein, selten früher. Während Schwangerschaften bleiben Migräne-Anfälle fast immer aus, in den Wechseljahren werden sie oft seltener und verlieren sich mitunter ganz, was auf Zusammenhänge mit den innersekrotischen (endokrinen) Drüsen schließen lässt. Migräne-Anfälle haben häufig keinen erkennbaren Anlass, manchmal werden sie durch seelische Aufregungen, körperliche Anstrengungen oder Verdauungsstörungen ausgelöst. Zu Grunde liegen Fehlreaktionen der Gefäße (Krämpfe und Erweiterungen) innerhalb des Schädelbereiches. Oft weisen Migräne-Kranke eine so genannte nervöse Konstitution (Dystonie) auf.

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