Mensuralnotation

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    Die Mensuralnotation, erstmals vom Theoretiker Franco von Köln in seinem Traktat "Ars cantus mensurabilis" 1280 beschrieben, bedeutete ein Weiterentwicklung der Modalnotation. Wichtigste Errungenschaft war die Auflösung der Ligaturen in Einzelzeichen, die nach einem System verschiedener Zahlenverhältnisse in ihrer Dauer aufeinander bezogen sind. Die Textierung der ehemals melismatischen Partien des Organums erforderte eine in diesem Sinn flexiblere Notenschrift. Die Mensuralnotation war seit der Epoche der Ars nova und bis um 1600 gebräuchlich, ehe sich die moderne Notation und der Takt durchsetzten.

    Die Abfolge der Notendauern ist (vom größeren zum kleineren Wert hin) Maxima - Longa - Brevis - Semibrevis - Minima - Semiminima.

    Es gibt perfekte und imperfekte Teilungsverhältnisse, so entspricht eine Maxima bei perfekter Teilung drei Longae und bei imperfekter Teilung zwei Longae usw. Das Teilungsverhältnis zwischen Maxima und Longa heißt Maximodus, dasjenige von Longa und Brevis heißt Modus, von Brevis zu Semibrevis Tempus, das von Semibrevis zu Minima Prolatio. Die Teilung der Minima ist ausschließlich imperfekt, d.h. zwei Semiminimae entsprechen einer Minima. Mensurzeichen regeln die Abfolge von zwei- und dreizeitigen Fortschreitungen. Kurze Imperfektionen wurden im Schriftbild durch rote Noten verdeutlicht.

    Ferner regeln sich die Notendauern wie schon in der Modalnotation durch die jeweils direkt vorhergehenden oder nachfolgenden Notenwerte (Perfektion, Imperfektion und Alteration). Haupteinheit ist die Brevis, die auch als Tempus (Schlagzeit) bezeichnet wurde. Die schwarze Mensuralnotation mit ausgefüllten Notenköpfen (13. und 14. Jh.) wandelte sich im 15. und 16. Jh. zur weißen Mensuralnotation mit hohlen Notenköpfen.

    KALENDERBLATT - 28. Juni

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