Menachem Begin

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    israelischer Politiker; * 16. August 1913 in Brest-Litowsk (Russland), † 9. März 1992 in Tel Aviv

    war früh zionistisch aktiv. Begin wurde 1940 als Führer einer radikalen zionistischen Jugendorganisation in Litauen von den Sowjets verhaftet und nach Sibirien verbannt. 1942 gelang es ihm, nach Palästina einzuwandern, wo er ab 1942 Führer der terroristischen Untergrundorganisation Irgun Zwai Leumi war. Begin war verantwortlich für zahlreiche Gewaltakte und Terroranschläge gegen die britische Mandatsverwaltung. 1948 gründete er die rechts gerichtete Cherut-Partei und bekämpfte die Politik des Staatsgründers Ben Gurion. Begin war vor allem strikt gegen territoriale Konzessionen an die Araber.

    1967-1970 war Begin Minister ohne Geschäftsbereich, seit 1977 als Kandidat des national-konservativen Likud-Blocks Premierminister. Er förderte die zielbewusste Gründung weiterer israelischer Siedlungen in den besetzten jordanischen Gebieten, vor allem in Judäa und Samaria. Gemeinsam mit Sadat wurde ihm 1978 der Friedensnobelpreis für die Bemühungen um die ägyptisch-israelische Verständigung verliehen. 1979 kam es zum Abschluss des ägyptisch-israelischen Friedensvertrages.

    1981 befahl Begin die Annektierung der seit 1967 besetzten syrischen Golanhöhen. 1982 kam es zur Invasion des Libanon. Im September 1983 trat Begin formell zurück, zu den Parlamentswahlen 1984 ließ er sich nicht mehr aufstellen.


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