Maximilian Ferdinand (Mexiko)

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    österreichischer Erzherzog und Kaiser von Mexiko; * 6. Juli 1832 in Wien, † 19. Juni 1867 in Querétaro (Mexiko)

    Nach dem Revolutions- und Einigungskrieg von 1848/49 hatte man ihm die Verwaltung des Vizekönigreiches Lombardei-Venetien anvertraut.

    Auf Betreiben Napoleons III. wurde ihm 1863 die Kaiserkrone von Mexiko angeboten. Er nahm an und wurde 1864 Kaiser von Mexiko. Zunächst sicherten die französischen, österreichischen und belgischen Truppen den Bestand des neuen Kaisertums. Es gelang Maximilian jedoch nicht, sich wirklich Resonanz im Lande zu verschaffen und eine neue kaisertreue mexikanische Nationalarmee und Verwaltung aufzubauen. Als die Unionsstaaten 1865 den Bürgerkrieg in Nordamerika siegreich beendeten, geriet er sofort in eine hoffnungslose Lage. Denn die Vereinigten Staaten wollten nicht zulassen, dass die europäischen Großmächte, vor allem Frankreich, auf dem amerikanischen Kontinent wieder Fuß fassten und dort, an ihrer Südgrenze, eine Monarchie errichteten. Durch die Drohung mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen in Paris und Wien erreichten sie 1867, dass Napoleon III. seine Truppen zurückzog.

    Maximilian weigerte sich, das Land zu verlassen. Er glaubte, es würde ihm gelingen, eine eigene Nationalarmee unter dem kaiserlichen Doppeladler zu bilden und dem Kaisertum Stabilität verleihen zu können. Bei diesem Versuch wurde er in der Festung Querétaro von Präsident Juarez festgenommen. Dieser ließ ihn "wegen Verbrechen gegen die Nation und das Völkerrecht" vor Gericht stellen und am 19. Juni 1867 als Kriegsverbrecher erschießen.

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