Marshallplan

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    eigentlich: European Recovery Program, Abk: ERP;


    benannt nach dem amerikanischen Politiker George C. Marshall. Das Hilfsprogramm für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg (in Anspruch genommen nur von westlichen Staaten) wurde 1947 von den USA verkündet, trat am 3. April 1948 in Kraft und war zunächst befristet bis 1952. Er hatte das Ziel, durch Wirtschaftshilfe (in Form von finanziellen Zuschüssen oder Maschinen- und Rohstofflieferungen) das europäische Dollardefizit auszugleichen und inzwischen die Produktion so zu steigern, dass Europa wirtschaftlich wieder auf eigenen Füßen stehen konnte. Die Teilnahme am Marshallplan war an gewisse Auflagen der USA gebunden. Die Abwicklung und Verteilung übernahm die Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Wirtschaftshilfe umfasste 12,4 Milliarden Dollar für den wirtschaftlichen Wiederaufbau; bis 1951 erhielten Großbritannien 2,9 Milliarden und Frankreich 2,6 Milliarden Dollar. An die Bundesrepublik Deutschland (inklusive West-Berlin) flossen bis 1957 1,7 Milliarden Dollar Wirtschaftshilfe, im Rahmen eines Sonderprogramms zur Versorgung mit wichtigen Gütern (Lebensmitteln) weitere 1,6 Milliarden. Dollar. Der Marshallplan band Westeuropa enger an die USA und hatte somit auch während des Kalten Krieges eine politische Funktion. In Folge des Koreakriegs wurden die Leistungen ab 1951 reduziert.

    Kalenderblatt - 22. April

    1930 Großbritannien, Japan, die USA, Frankreich und Italien vereinbaren eine Begrenzung ihrer Seerüstungen in der Londoner Flottenkonferenz.
    1961 Frankreich wird durch den dritten Aufstand in Algerien in eine schwere Krise gestürzt.
    1982 Das Parlament in Sri Lanka bleibt noch bis 1989 im Amt. Grundlage für die Verlängerung ist das Ergebnis der ersten Volksabstimmung.