Marieluise Fleißer

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    deutsche Schriftstellerin; * 23. November 1901 in Ingolstadt, † 2. Februar 1974 in Ingolstadt

    Fleißer studierte zunächst an der philosophischen Fakultät der Münchener Universität Germanistik und Theaterwissenschaft. 1922 erschien durch Vermittlung von L. Feuchtwanger ihre erste Erzählung "Meine Zwillingsschwester Olga" mit einigem Erfolg, woraufhin sie ihr Studium aufgab. 1926 setzte Bert Brecht die Aufführung ihres Stücks "Fegefeuer in Ingolstadt" an der Jungen Bühne in Berlin durch, die Aufführung des Stücks "Pioniere in Ingolstadt" unter der Regie von Brecht geriet 1929 zum Skandal, da es die Beziehung zwischen Mann und Frau als ein von Unterdrückung und Gewalt geprägtes Verhältnis aufzeigte. In der NS-Zeit galt Fleißer "als Schriftstellerin unerwünscht" und nahm ihre Arbeit erst nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wieder auf. 1952 erhielt die Schriftstellerin den Erzählerpreis des Süddeutschen Rundfunks, 1953 den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 1961 den Kunstförderpreis der Stadt Ingolstadt. Doch erst Anfang der sechziger Jahre fand Fleißer zu ihrer alten Schaffenskraft zurück, Ende der sechziger Jahre wurde ihr Werk von Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder und Franz Xaver Kroetz wiederentdeckt.

    Weitere Werke: "Fegefeuer" (Drama, 1926), "Pioniere von Ingolstadt" (Drama, 1929), "Mehlreisende Frieda Geyer" (Roman, 1931), "Der starke Stamm" (Drama, 1950) u.a.

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