Louis Eysen

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    englischer Maler; * 23. November 1843 in Manchester, † 21. Juli 1899 in München

    Eysen war ein wichtiges Mitglied des Frankfurter Flügels des Leibl-Kreises. Nach ersten künstlerischen Studien in seiner englischen Heimatstadt siedelte Eysen nach München über, wo er sich bei O. Scholderer weiterbildete und zu Leibl in Beziehung trat, der ihn um 1870 porträtierte. Von 1869 bis 1870 war Eysen Schüler L. Bonnats in Paris. Seit 1873 lebte und arbeitete er in Kronberg (Taunus). Von 1876 bis 1877 begab sich Louis Eysen, bereits schwer leidend, erstmals nach Italien. 1879 ließ er sich mit Mutter und Schwester endgültig in Obermais bei Meran nieder, wo er zurückgezogen lebte und arbeitete, nachdem wiederholte Versuche, in Paris und Berlin Fuß zu fassen, fehlgeschlagen waren.

    Eysens Kunst zeichnet sich durch besondere Intimität der Stimmungen, die seine Motive Landschaft, auch Porträt, Genre und Stillleben beherrschen, und durch eine Sensibilität der Pinselführung und des Kolorits aus. Diese Intimität der Stimmungen, die sich von Leibl, Trübner und Schuch deutlich entfernt, folgt mehr der Richtung Scholderers.