John Ramsbottom

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    englischer Ingenieur; * 11. September 1814, † 20. Mai 1897

    Bevor Ramsbottom in den Dienst der Manchester-Birmingham-, später London- and North-Western-Railway, trat, arbeitete er bei der Lokomotivfirma Sharp, Roberts & Co. in Manchester. Bereits mit 28 Jahren bekleidete er den verantwortlichen Posten des Chefs der Lokomotivabteilung der Manchester- und Birmingham-Eisenbahn und wurde 1857 Nachfolger von Trevithick in der berühmten Werkstatt in Crewe. In dieser Stellung hat er für die Entwicklung des Lokomotivbaues Außerordentliches geleistet. Er schuf nicht nur neue Lokomotivformen, sondern beschäftigte sich vor allen Dingen auch mit dem Gedanken der möglichst einfachen und wirtschaftlichen Handhabung und Arbeit seiner Maschinen. Er erkannte die Notwendigkeit der Austauschbarkeit einzelner Maschinenteile und arbeitete ein System für die Einführung geeichter Normalmaße aus, wie es bis zu der Zeit im Maschinenbau noch nicht bekannt war. Von großer Bedeutung war Ramsbottoms Verbesserung des Metallkolbens für Dampfmaschinen. Dieser verbesserte Kolben bestand aus drei Ringen und einem Kolbenkörper, er war wesentlich leichter und kostete nur ungefähr ein Drittel soviel wie die bis dahin angewandten Metallkolben. Die Bauart bewährte sich so vorzüglich, dass sie bald allgemein eingeführt wurde.

    1863 konstruierte Ramsbottom den ersten waagerechten Hammer, bei welchem zwei auf Rollen geführte Hammerbären durch die Wirkung dahinter befindlicher Dampfkolben gegeneinander getrieben wurden, während das Schmiedestück genau in der Aufschlagmitte auf einer Drehscheibe ruhte. Er starb 83-jährig auf seiner Besitzung Fernhill.

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