Hans Werner Geißendörfer
Aus WISSEN-digital.de
deutscher Regisseur, Autor und Produzent; * 6. April 1941 in Augsburg
Geißendörfers Durchbruch im Neuen Deutschen Film kam mit dem Fernsehfilm "Der Fall Lena Christ" (1968). 1971 war er Mitbegründer des Filmverlags der Autoren. Nachdem er sich zunächst mit Dokumentarfilmen beschäftigt hatte, wandte sich der in Augsburg geborene Regisseur in den siebziger Jahren der Verfilmung literarischer Vorlagen zu ("Die Wildente" nach Ibsen, 1976; "Der Zauberberg" nach Thomas Mann, 1981). "Die gläserne Zelle" erhielt eine Oscar-Nominierung, auch für den Golden Globe war Geißendörfer bereits nominiert.
Am 8. Dezember 1985 um 18:40 Uhr fiel dann der Startschuss zur ersten und erfolgreichsten Dauerserie in der Geschichte des deutschen Fernsehens - die erste Folge der "Lindenstraße". Die "Lindenstraße" ist eine Idee Geißendörfers, der zugleich Produzent und teilweise auch Autor und Regisseur ist. Die Serie, die in einem typisch deutschen Durchschnittsbürger-Milieu spielt, das sie gleichzeitig immer wieder ironisiert, gewann Kultstatus und fesselt Woche für Woche ein Millionenpublikum; allerdings ist die Anzahl der Zuschauer inzwischen im Sinken begriffen. Geißendörfer erhielt für die Fernsehserie 2001 den "Spezial"-Preis des Adolf-Grimme-Instituts.
Filme (Auswahl)
1968 - Der Fall Lena Christ (Buch und Regie)
1971 - Carlos (Buch und Regie)
1981 - Der Zauberberg (Buch und Regie)
1989 - Bumerang (Buch und Regie)
1993 - Justiz (Buch, Regie und Produzent)
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