Freidenker

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    auch: Freigeist;

    Person, die im Denken jegliche religiöse Autorität ablehnt und sich ausschließlich auf den eigenen Verstand verlässt.

    Die Freidenker waren ursprünglich eine Gruppe von Philosophen des ausgehenden 17. und 18. Jh.s, die den radikalen Flügel der Aufklärung bildeten und sich für unabhängig von den überlieferten geistigen Autoritäten erklärten; anfangs nur gegen die kirchlichen Dogmen, dann gegen den christlichen Offenbarungsglauben, doch noch an einem Schöpfergott festhaltend (Deismus), schließlich entschiedene Atheisten. Führende Freidenker im Sinne einer Vernunftreligion waren unter anderem Hume, Diderot und Voltaire; im Sinne des philosophischen Materialismus Lamettrie, Holbach u.a.

    1880 kam es zum internationalen Zusammenschluss der Freidenkerverbände in der Weltunion der Freidenker. In Deutschland wurde 1991 der Deutsche Freidenker-Verband (DFV) als "Weltanschauungsgemeinschaft, Kulturorganisation und Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen" (Sitz: Dortmund) gegründet. Der Verband setzt sich für eine strikte Trennung von Staat bzw. Schule und Kirche, rationale und wissenschaftlich fundierte Weltsicht und für die völlige Eigenbestimmung des Individuums ein und kämpft gegen Krieg, Rassismus und Intoleranz.

    Kalenderblatt - 23. April

    1980 Im so genannten zweiten Kohle-Strom-Vertrag verpflichten sich die deutschen Stromversorger zur Abnahme der heimischen Steinkohle. Ziel der Vereinbarung ist neben dem Verzicht auf überflüssige Importe die Sicherung von 100 000 Arbeitsplätzen.
    1990 Karl-Marx-Stadt erhält wieder den Namen Chemnitz. Anlass dazu gab eine Bürgerbefragung, bei der 76 % der Einwohner dafür stimmten.
    1998 Internationale Fluggesellschaften dürfen künftig Nordkorea überfliegen.