Chamäleons

    Aus WISSEN-digital.de

    (Chamaeleonidae)

    Verbreitung

    Chamäleons sind in etwa 50 Arten besonders im tropischen Afrika, auf Madagaskar, in Syrien, Indien und auf Ceylon verbreitet. Sie halten sich bevorzugt in Bäumen auf.


    Körperbau

    Chamäleons erreichen Körperlängen von bis zu 35 Zentimetern. Sie sind durch ihre Fähigkeit, die Farbe zu verändern, die bekanntesten Echsen überhaupt. Der Farbwechsel wird durch Farbstoffzellen bewirkt: durch die Farbveränderung passt sich das Chamäleon keineswegs an seinen Untergrund an, sondern er ist vielmehr eine Reaktion auf Temperatur und Licht, gibt aber auch die Stimmung des Tieres wieder.

    Chamäleons sind von Natur aus schon gut getarnt; die meisten Arten sind grünlich oder braun; bei Erregung werden sie sogar schwarz oder rosa. Neben der Fähigkeit, die Farbe zu verändern, zeichnen sich Chamäleons auch durch ihre großen Augen aus, die sie unabhängig voneinander bewegen können. Mit ihrer manchmal bis zu körperlangen Zunge, die an der Spitze mit einem klebrigen Sekret versehen ist, erbeuten die Tiere Insekten.

    Im Ruhezustand wird die Zunge im Mund eingerollt. Die Füße der Chamäleons sind an ein Leben in Bäumen ideal angepasst; die ursprünglich fünf Zehen sind im Laufe der Evolution so miteinander verwachsen, dass sie Greifzangen bilden, mit denen sich das Chamäleon gut festhalten kann. Der lange Greifschwanz unterstützt das geschickte Tier beim Klettern.

    Ernährung

    Chamäleons ernähren sich vornehmlich von tierischer Kost, wie beispielsweise Insekten, dabei stehen Heuschrecken auf dem Speiseplan der meisten Arten ganz oben.

    Fortpflanzung

    Die Paarung findet je nach Verbreitungsgebiet zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die Paarungsbereitschaft der einzelnen Tiere lässt sich an ihrer Färbung erkennen. Da Chamäleons Einzelgänger sind und sich nur schlecht miteinander vertragen, kommt es selbst bei der Paarung gelegentlich zu erbitterten Kämpfen. Zur Eiablage verlässt das Weibchen den Baum und legt etwa 30 Eier, die sorgfältig im Boden vergraben werden. Meist dauert es fast neun Monate, bis das erste Jungtier schlüpft. Einige Chamäleonarten sind lebend gebärend (ovovivipar).

    Systematik

    Familie aus der Zwischenordnung Geckoartige (Gekkota) in der Unterordnung der Echsen (Sauria).

    Bekannte Arten:

    Blattchamäleon (Brookesia spectrum)

    Gewöhnliches Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon)

    Panterchamäleon (Chamaeleo pardalis)

    Teppichchamäleon (Chamaeleo lateralis)

    KALENDERBLATT - 21. Juli

    1726 Friedrich der Große gewinnt die Schlacht bei Burkersdorf gegen Österreich, obwohl sein Bündnispartner Russland im Moment des Angriffs den Rückzugsbefehl erhält, da Katharina II. nach dem Sturz des Zaren das Bündnis gelöst hat.
    1906 Zar Nikolaus II. lässt die erste Reichsduma nach bloß zehn Wochen auflösen, obwohl er 1905 versprochen hatte, alle Gesetze von der Duma abhängig zu machen.
    1969 500 Millionen Fernsehzuschauer sind weltweit dabei, als der amerikanische Astronaut Neil Armstrong um 3.56 Uhr Mitteleuropäischer Zeit aus seiner Landefähre "Eagle" aussteigt und als erster Mensch den Mond betritt.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!