Artussage

    Aus WISSEN-digital.de

    Der Heilige Gral in der Mitte der Tafelrunde; Darstellung aus dem 15. Jh.

    Legendensammlung um Leben und Wirken des sagenhaften keltischen Fürsten Arthur, der um die Jahrhundertwende vom 5. zum 6. Jh. den Widerstand gegen die angelsächsische Invasion angeführt haben soll.

    In der "Historia regum Britanniae" Geoffreys von Monmouth (ca. 1135) begann unter Verwendung von Elementen der "Matière de Bretagne" die Stilisierung zur mythischen Figur.

    Die eigentliche literarische Entfaltung fand in Frankreich statt. Sie begann mit dem "Roman de brut" des Klerikers Wace (1155). Wace erweitert den Stoff um die "table ronde", die Tafelrunde mit den zwölf Rittern, zu denen Lanzelot, Erec, Yvain (Iwein), Tristan und Parzival zählen. Es waren in der Folge diese Figuren, die als aktive Helden auftraten, während Artus selbst mehr und mehr zur statischen Herrscherfigur wurde. Zunächst unabhängige Stoffe wie das Gralsmotiv, die Tristan- und die Parzivalgeschichte wurden in den Artusstoff integriert. Wichtigster Autor war Chrétien de Troyes, dessen Werke, z.B. "Lancelot", "Yvain" und zuletzt der "Conte del Graal (Perceval)", zwischen 1165 und 1190 entstanden.

    In Deutschland verarbeiteten den Stoff unter anderem Hartmann von Aue ("Erec", um 1200), Gottfried von Straßburg ("Tristan und Isolt" um 1210) und Wolfram von Eschenbach ("Parzival" um 1200-1210, "Titurel", nach 1215).


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