Arbeitervereine

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    Im Zusammenhang mit der Arbeiterbewegung entstandene Zusammenschlüsse von Arbeitern mit sozialpolitischen Zielen. Arbeitervereine entstanden schon um 1840 in der Schweiz und Großbritannien. In Deutschland wurde 1863 der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) durch Ferdinand Lassalle gegründet, 1864 folgte die Gründung des Internationalen Arbeitervereins. Liberale Arbeitervereine (erstmals 1844 in Berlin) entstanden als Bildungs-, Geselligkeits- und Sportvereine. Nach der nationalsozialistischen "Machtübernahme" wurden sie sofort verboten, nach dem Krieg blieben sie weitgehend bedeutungslos.

    Die konfessionellen Arbeitervereine förderten als Standesvereine die geistig-sittlichen, wirtschaftlichen und religiösen Bindungen der Arbeiter; erste Gründungen Mitte des 19. Jahrhunderts; 1911 Zusammenschluss aller katholischen Arbeitervereine zum ersten Kartellverband (seit 1928 Reichsverband) der Katholischen Arbeiter- und Arbeiterinnenverbände; seit 1947 Kartellverband der Katholischen Arbeiterbewegung Deutschlands (Mitglieder: Katholische Arbeiterbewegung Westdeutschlands, Katholisches Werkvolk und Diözese Rottenburg). Die evangelischen Arbeitervereine schlossen sich 1890 zum Gesamtverband der Evangelischen Arbeiterbewegung Deutschlands zusammen, die seit 1952 den Namen Evangelische Arbeiterbewegung Deutschlands trägt.


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