Allochthon

    Aus WISSEN-digital.de

    (aus griechisch: állos, "fremd" und chthon, "Boden")

    Der Begriff allochthon bedeutet, dass etwas nicht am Fundort beheimatet bzw. entstanden ist.

    In der Geologie bezeichnet er Gesteinskomponenten (Minerale und Fossilien), die aus ortsfremdem Material bestehen, beispielsweise ozeanische Fossilien in den Alpen.

    In der Biologie besagt der Begriff, dass eine Pflanze oder ein Tier nicht am Fundort heimisch/ beheimatet ist. Diese Tier- oder Pflanzenart(en) oder auch Überreste davon sind von außen in die Biozönose (Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren in einem Biotop) eingedrungen. Dies kann dauerhaft, regelmäßig oder auch zufällig geschehen. So kann mit dem jährlichen Laubfall eine bestimmte Mikroorganismenart in ein Gewässer oder eine Bodenkultur gelangen und dort Schaden anrichten. Auch die eingeführte Bisamratte hat in unseren heimischen Ökosystemen Veränderungen hervorgerufen. Vor allem der Mensch hat durch die Aussetzung und Anpflanzung von nicht heimischen Tier- und Pflanzenarten zahlreiche Ökosysteme z.T. negativ beeinflusst.

    Ggs. zu: autochthon

    Kalenderblatt - 19. Juni

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    1979 Am Rhein spielt sich eine der größten Umweltkatastrophen ab: Durch Vergiftung des Wassers stirbt praktisch der ganze Fischbestand. Als Ursache wird vermutet, dass ein Schiff tödliches Insektenvernichtungsmittel verloren hat.