Sir John Everett Millais

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    britischer Maler; * 8. Juni 1829 in Southampton, † 13. August 1896 in London

    Bereits mit elf Jahren trat Millais in die Royal Academy ein; sein erstes Gemälde, ein Historienbild, stellte er mit siebzehn aus. Zusammen mit D.G. Rossetti und H. Hunt gründete Millais im Jahr 1848 die Künstlergenossenschaft der Präraffaeliten.

    Millais wurde besonders durch den Kritiker John Ruskin gefördert; ihre Freundschaft zerbrach, als Millais 1855, nach der Annullierung von Ruskins Ehe, dessen Frau heiratete. 1863 wurde er zum Mitglied der Royal Academy gewählt. 1885 wurde der Künstler geadelt, 1896 wurde er Präsident der Royal Academy.

    Er schuf überwiegend romantische Historien- und biblische Bilder. Den Höhepunkt seiner frühen Schaffensphase bildet das Gemälde "Ophelia". Millais wandte sich aber um die Mitte der 1850er Jahre von den Präraffaeliten zusehends ab und immer mehr einem ausgesprochenen Realismus zu. Seit den 70er Jahren entstanden zahlreiche Genreszenen und Bildnisse bedeutender Persönlichkeiten. In seinen malerischen Werken erweist sich Millais als sorgfältiger, technisch brillanter Maler.

    Er hinterließ ein beachtliches grafisches Werk und fertigte Illustrationszyklen für mehrere Werke an, darunter für Tennysons Gedichte, veröffentlicht im Jahr 1857 von Moxon.

    Werke (Auswahl)

    "Lorenzo und Isabella" (1849, Liverpool, Walker Art Gallery); "Christus im Haus seiner Eltern" (1849, London, Tate Gallery); "Mariana" (1851, The Makins Collection); "Ophelia" (1852, London, Tate Gallery); "Bildnis John Ruskin" (1854, Privatbesitz); "Das blinde Mädchen" (1856, Birmingham, City Museum); "Die Nordwestpassage" (1874, London, Tate Gallery); "Der Towerwächter" (1876, London, Tate Gallery).



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