Sigismund von Burgund

    Aus WISSEN-digital.de

    burgundischer König; * um 480 in Burgund, † 1. Mai 524 in der Nähe von Orléans

    Heiliger; auch: Sigmund;

    Sohn des Burgunderkönigs Gundobald. Sigismund wurde in seiner Jugend vom arianischen (siehe Arianismus) zum katholischen Glauben bekehrt und ließ sich 497 gegen den Willen seines Vaters taufen. Nachdem er 516 zum König gekrönt worden war, bekehrten sich auch viele seiner Untertanen zum Katholizismus.

    Auf Grund einer Intrige seiner zweiten Frau ließ Sigismund 522 seinen Sohn Sigrich aus erster Ehe ermorden, doch er wurde bald von Reue gepackt und zog sich für einige Zeit ins Kloster St. Maurice im Wallis zurück, um dort Buße zu tun; er machte der Abtei großzügige Geschenke.

    Bald nach seiner Rückkehr nach Burgund erlitt er 524 eine schwere Niederlage gegen die Franken unter König Chlodomir I., wurde samt seiner Familie gefangen genommen und schließlich in der Nähe von Orléans in einem Brunnen ertränkt.

    Sigismund wurde schon bald als Heiliger verehrt, seine Reliquien verbreiteten sich in ganz Europa, auch in Freising bei München befinden sich einige.

    Er wird als Patron gegen Bruchleiden und Malaria angerufen. Fest: 1. Mai.



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