Reaktion (Politik)

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch "Gegenschlag")

    im politischem Kontext Neuordnung durch Wiederherstellung des früheren Zustandes.

    Man bezeichnete die Zeit zwischen 1819 und 1830 als Reaktionszeit Europas; in Österreich und Deutschland ausgelöst nach der Ermordung Kotzebues durch die in Übereinkunft mit dem Deutschen Bund 1819 von Metternich erlassenen Karlsbader Beschlüsse und die Demagogenverfolgungen unter Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Zunächst überwunden durch die im Gefolge der Julirevolution von 1830 in Deutschland emporkommenden liberalen Strömungen und die revolutionären Bewegungen von 1848/1949.

    Als zweite ausgeprägte Welle der Reaktion galt die Zeit von etwa 1850-1860 nach der missglückten Revolution 1848/49: V.a. in Österreich (Schwarzenberg), Preußen (Manteuffel) und in Hessen-Kassel (Hassenpflug).

    Unter der geistigen Schirmherrschaft des Zaren Nikolaus I. letzter Kampf um die Dominanz des rein monarchischen Prinzips; vorübergehender Sieg der österreichischen Bundespolitik und der preußisch-konservativen, antiliberalen Herrschaft. Die Reaktion vermochte sich aber nicht mehr voll durchzusetzen gegenüber den politisch-bürgerlichen Bestrebungen, den wissenschaftlichen, literarischen, fortschrittlichen, demokratisch-liberalen Gedanken und den nationalstaatlichen Bewegungen in Europa.

    An die Stelle der politischen Gleichgültigkeit, vornehmlich der Gebildeten, während der ersten Reaktionszeit trat das rege Interesse aller Bevölkerungskreise am allgemeinen kulturellen und politischen Fortschritt.



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