Nasenkrankheiten

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Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Da Nase und Nasennebenhöhlen eine Einheit bilden, teilt man die Nasenkrankheiten ein in Erkrankungen der äußeren und der inneren Nase (Nasenhöhlen) sowie Erkrankungen der Nasennebenhöhlen.

Erkrankungen der äußeren Nase

a) Missbildungen: Dazu gehören Nasenspalten, -fisteln und -zähne. Wichtig sind häufige Deformierungen (angeboren und erworben, etwa durch einen Unfall) wie Sattelnase, Höckernase, Platt- und Breitnase, zu große Nase. Durch kosmetische Korrekturen können diese Deformierungen weitgehend beseitigt werden;

b) Hauterkrankungen: Häufig ist der Nasenfurunkel, der mit Rötung, Schwellung oft des ganzen Gesichts, Schmerzen und Fieber einhergeht. Jeder Nasenfurunkel stellt eine sehr ernste und gefährliche Erkrankung dar, da der Eiter schnell über die Blut- und Lymphbahnen in das Gehirn gelangen kann. Bei älteren Menschen kann es infolge von Talgdrüsenverhalt und -vergrößerung (unterstützt durch Alkoholmissbrauch), gestörten Fettstoffwechsel und klimatische Reize bei entsprechender Veranlagung zu einer Knollennase kommen.

Erkrankungen der inneren Nase

a) behinderte Nasenatmung: die Ursachen sind mannigfaltig. Im Vordergrund stehen Verbiegungen, Leisten- und Spornbildungen der Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln, eine vergrößerte Rachenmandel (vor allem bei Kindern), ein angeborener Verschluss der hinteren Nasenöffnung (Choanalatresie), Nasen- und Nasenscheidewandpolypen, gutartige und bösartige Geschwülste. Der Facharzt wird durch die Nasenspiegelung (Rhinoskopie) den Grund der behinderten Atmung erkennen und die entsprechende Behandlung durchführen (operative Verkleinerung der Muscheln, Entfernung der Rachenmandel, Polypenentfernung u.a.).

b) Verletzungen: Infolge ihrer exponierten Lage wird die Nase häufig von Verletzungen betroffen. Es kommt zu Brüchen des knöchernen und knorpeligen Nasenskelettes (fast immer mehrere Brüche), wobei auch die Nasenscheidewand betroffen ist, sowie häufig die angrenzenden Nasennebenhöhlen (Siebbein). Folgen sind Nasenbluten, Verformungen der Nase, ein Verlust des Geruchssinnes und eine behinderte Nasenatmung.

c) Nasenbluten (Epistaxis): Meistens vom vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand aus kleinen Blutgefäßen, besonders bei trockener Schleimhaut und oft ausgelöst durch kleine Verletzungen in der Nase. Diese Form des Nasenblutens tritt vorwiegend bei jüngeren Menschen auf und ist harmlos. Bei älteren Menschen stammen die Blutungen häufiger aus den hinteren Abschnitten der Nase und können ausgesprochen gefährlich werden. Nasenbluten ist vielfach Zeichen einer Allgemeinerkrankung (Blutgefäßerkrankungen, Hochdruckkrankheit, Nieren- und Leberleiden, Blutgerinnungsstörungen).

d) Entzündungen: Am häufigsten ist der akute katarralische Infekt der Nase (siehe Schnupfen). Daneben gibt es spezifische Infektionen (Diphtherie, Tuberkulose, Syphilis) teilweise verbunden mit Zerstörung des Knochens, wodurch die Nase einsinken kann (Sattelnase). Eine chronische Entzündung ist die Stinknase.

e) der nervöse Schnupfen (Rhinopathia vasomotorica) ist ein heute weit verbreitetes Krankheitsbild, das sich durch wechselnde Behinderung der Nasenatmung auszeichnet und dem eine Funktionsstörung im Bereich der Schwellkörper zu Grunde liegt. Störungen im psycho-vegetativen Bereich spielen eine wesentliche Rolle. Auch die Nasennebenhöhlen sind mitbefallen, oft kommt es zu Bildung von Nasenpolypen; Bronchialasthma ist nicht selten (so genanntes Nasenasthma).

f) Heuschnupfen;

g) Geschwülste: kommen als Bindegewebs-, Knorpel- und Schleimhautgeschwülste vor und können gut- oder bösartig auftreten.

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen

a) Entzündungen der Nasennebenhöhlen gehen meist von der Nase aus, seltener von kranken Zähnen, deren Wurzeln teilweise an den Boden der Kieferhöhlen grenzen (Kieferhöhlenentzündungen). Häufig sind auch die Siebbeinzellen, seltener die Stirnhöhlen und die Keilbeinhöhlen, befallen. Bei chronischen Entzündungen bilden sich vielfach Polypen in den Nasennebenhöhlen, die in die Nasenhöhle hängen und die Atmung behindern. Die Behandlung besteht in der Operation, die unbedingt sofort durchgeführt werden muss, wenn Eiter in die Augenhöhle oder zum Gehirn durchzubrechen droht;

b) Geschwülste: Es kommen gutartige Knochen-, Knorpel- und Bindegewebsgeschwülste vor. Häufig gehen Krebs und krebsähnliche Geschwülste mit Blutung und schleimig-eitrigem Ausfluss einer Nasenseite mit einseitiger Behinderung der Nasenatmung einher. Schmerzen treten ebenso wie Sehstörungen und Gesichtsschwellung erst viel später auf.


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Der Papst

Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit Sitz im Vatikan, Bischof von Rom, ...

"Der große Vorteil der Bärte liegt darin, dass man nicht mehr viel von den Gesichtern sieht."
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