Zahn

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(lateinisch: dens, dentes; griechisch: odus, odontos)

1. in einen Kiefer eingefügtes, hartes Organ zum Zerkleinern der Nahrung.

Mit seiner Wurzel steckt er in dem vom Alveolarfortsatz des Kiefers gebildeten "Zahnfach" (Alveole). Hat der Zahn mehrere Wurzeln, steckt er in mehreren Alveolen. Die den Alveolarfortsatz bedeckende, drüsenlose Schleimhaut der Mundhöhle wird Zahnfleisch (Gingiva) genannt. Der Rand des Zahnfleischs umgibt den "Zahnhals". Darüber ragt die "Zahnkrone" heraus.

Die Hartsubstanz des Zahns umgibt einen mit der weichen Zahnpulpa erfüllten Raum, die Pulpahöhle, die sich durch den Wurzelkanal an der Wurzelspitze öffnet. Durch das Wurzelspitzenloch treten Gefäße und Nerven in die Pulpa ein. Wegen der ausgiebigen Nervenversorgung wird die Pulpa auch der "Zahnnerv" genannt. Die Pulpa wird ringsum vom Zahnbein (Dentin), einem dem Knochen ähnliches Stützgewebe, umgeben. Seine Zellen bilden die oberflächlichste Schicht der Pulpa, und senden durch die ganze Dicke des Dentins feine Zytoplasmafortsätze, die Schmerzreize leiten.

Das sowohl Wurzel als auch Krone bildende Dentin wird nur im Bereich der Krone vom Schmelz und nur im Bereich der Wurzel von einer dünnen Schicht Zement umgeben. Der Schmelz ist dank seines Gehalts an Kalzium-Fluorid die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Er enthält keine lebenden Zellen oder Zellfortsätze. Solange ein Krankheitsprozess - oder der Bohrer des Zahnarztes - sich nur im Schmelz befinden, wird daher kein Schmerz empfunden.

Der Zement ist Knochengewebe. Von ihm ziehen derbe Bindegewebsfasern zur Knochenwand der Alveole und verankern so den Zahn in dieser. Das den Zwischenraum zwischen Zement und Alveolarwand ausfüllende weiche Gewebe wird als Wurzelhaut bezeichnet.

Man unterscheidet Schneide-, Eck-, Backen- und Mahlzähne. Die Krone der Schneidezähne ist keilförmig, die der Eckzähne pyramidenförmig, Backen- und Mahlzähne haben Kauflächen mit mehreren durch Furchen getrennten Höckern. Schneide-, Eck- und die meisten Backenzähne haben nur eine Wurzel, die Mahlzähne haben, wenn von dem in seiner Form inkonstanten letzten Zahn, dem Weisheitszahn, abgesehen wird, immer mehrere Wurzeln. Beim Menschen sind die Zähne des Unterkiefers von denen des Oberkiefers in der Form verschieden, aber an Zahl gleich.

Normalerweise hat der Mensch zwei Zahngenerationen: das Milchgebiss und das bleibende Gebiss. Das Milchgebiss hat 20, das bleibende Gebiss 32 Zähne. Alle Zähne einer Unterkieferhälfte werden durch einen Zweig aus dem dritten Ast des Trigeminus innerviert (Innervation), während zu den Zähnen einer Oberkieferhälfte mehrere Zweige des zweiten Trigeminusastes ziehen.

2. ein nach oben gerichteter Fortsatz des 2. Halswirbels.


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1866 Durch den Frieden von Wien gewinnt Preußen gegen Österreich die Führungsrolle in Deutschland.