Mikroorganismen

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(griechisch) auch: Mikroben;

Der Zoologe Ernst Haeckel (1834-1919) bezeichnete 1866 diese Art von Tieren als Protisten (Einzeller). Es handelt sich vorwiegend um einzellige, niedere Lebewesen, die normalerweise nur mit dem Mikroskop erkennbar sind. Ihr Organismus folgt einer einfachen biologischen Organisation und im Unterschied zu höheren Pflanzen und Tieren haben sie z.B. kein echtes Gewebe. Das Wissenschaftsgebiet, das sich mit den Mikroorganismen beschäftigt, ist die Mikrobiologie.

Man unterscheidet die Mikroorganismen nach ihrer Zellstruktur in

a) prokaryotische Formen bzw. niedere Protisten, zu denen die Bakterien und Cyanobakterien gehören, und

b) eukaryotische Formen, zu denen Protozoen, Schleimpilze, Pilze, Algen und einige Metazoen (Vielzeller) gerechnet werden.

Die Abgrenzung zum Tier- und Pflanzenreich ist bei vielen Mikroorganismen nicht immer eindeutig zu treffen. Viren und Viroide werden nicht zu den Mikroorganismen gezählt, da sie über keinen eigenen Stoffwechsel und keine Zellstruktur verfügen.

Mikroorganismen trifft man in allen Lebensbereichen an, da ihre Wachstumsbedingungen so vielfältig sind wie ihre Erscheinungs- und Lebensformen. Durch ihre Stoffwechselaktivitäten spielen sie in der Natur eine besondere Rolle. Sie zersetzen nicht nur Stoffe und bringen diese zurück in den Naturkreislauf, sondern sie werden auch vielfach in der Nahrungsmittel-, Bio- und Medizintechnologie dazu benutzt, Substanzen herzustellen, die sonst nur in kleinsten Mengen in der Natur vorkommen (z.B. Bier, Sauerkraut, Vitamine oder Antibiotika). Sie können aber auch für den pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus infektiöse und todbringende Krankheiten auslösen. Viele der Mikroorganismen leben als Parasiten. Sie können aber auch in ursprünglich unwirtlichen Regionen und Standorten die Bedingungen für Pflanzen und Tiere schaffen, die sonst an diesen Orten nicht leben könnten.


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