Antibiotikum

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(griechisch) Mehrzahl: Antibiotika;

Bei den Antibiotika handelt es sich um niedermolekulare organische Verbindungen mit einer Molekülmasse unter 2 000, die Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen (in erster Linie von Pilzen und Bakterien) sind. Sie können schon in kleinsten Mengen (weniger als 200 mg/ ml) das Wachstum von Mikroorganismen hemmen oder abtöten. Dieser Vorgang wird als Antibiose bezeichnet.

Der größte Teil (mehr als 65 Prozent) der Antibiotika sind Stoffwechselprodukte der im Boden weit verbreiteten Bakterienarten, die den Streptomycetaceae zugeordnet werden. Viele der Antibiotika werden heute durch biochemische oder synthetische Verfahren gewonnen. Bei vollsynthetischen Produkten spricht man auch von Chemotherapeutika. Auch manche Produkte von Pflanzen und Tieren werden heute als Antibiotika bezeichnet. Die Anwendung im medizinischen Bereich ist breit gefächert. Sie werden eingesetzt bei Infektions-, Pilz- und Viruserkrankungen beim Menschen und bei Tieren. Auch als Immunsuppressiva und Zytostatika kommen sie zum Einsatz.

Geschichte

Zuerst wurde von L. Pasteur 1877 die Wirkung bestimmter Bakterien auf den Erreger des Milzbrandes beobachtet. Erst 1929 begann jedoch die wirkliche Ära der Antibiotika, als A. Fleming erkannte, dass Staphylococcus aureus um eine Penicillium-Kolonie nicht wachsen kann. Zehn Jahre später wurde die wirksame Substanz Penicilline identifiziert.


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