Algen

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    (Algae)

    niedrigste und entwicklungsgeschichtlich älteste Familie aus dem Reich der Pflanzen, dabei in sehr vielen Arten und Gestalten (fadenartig bis Großtang) vorkommend.

    Vorkommen

    Blasentang

    Algen können in kalten Temperaturen (schmelzender Firn) und bei einer Hitze von bis zu 70 °C überleben. Ihre Fortpflanzung geht über Vermehrung durch Abschnürung einzelner Teile über bewegliche bzw. unbewegliche Sporen bis hin zur geschlechtlichen durch Gameten oder sogar Eibefruchtung. Es gibt folgende Gruppen: Blau-, Gold-, Grün-, Braun- und Rotalgen sowie Dinoflagellaten und Euglenen.

    Merkmale

    Algen sind entweder Einzeller oder bilden vielzellige Organismen. Ihre Energie gewinnen sie durch Fotosynthese. Die verschiedenen Klassen unterscheiden sich in Größe, Gestalt und Farbe. Algen bevorzugen feuchte Lebensräume; man findet sie in Meeren, Binnengewässern, Tümpeln und Pfützen. Viele Algenarten gehören zum Plankton. Manche Algen sind an das Luftleben angepasst und leben an Felsen oder im Boden.

    Arten

    Zellen einer Grünalge unter dem Mikroskop

    Als älteste echte Pflanzen werden die Blaualgen oder Spaltalgen betrachtet. Sie sind einfach gebaute Plasmakugeln mit Chlorophyll ohne Zellkern. Blaualgen vermehren sich durch Teilung und können ungünstige Lebensbedingungen als Zysten überbrücken.

    Die Kugelalge (Volvox) bildet Kolonien, in denen es zur Arbeitsteilung kommt. Die im Inneren entstehenden Tochterkolonien werden schließlich frei, der Rest der Mutterkolonie stirbt; es gibt die erste Leiche in der Entwicklungsgeschichte der Pflanze - im Gegensatz zu den potenziell unsterblichen Einzellern.

    Die Kieselalgen bauen aus Kieselsäure glasartige Panzer, die schachtelförmig zusammengesetzt und mit mannigfaltigen, kunstvollen Oberflächenstrukturen ausgestattet sind. Schalen abgestorbener Kieselalgen bilden als Ablagerungen den Kieselgur.

    Die Grünalgen stehen im Mittelpunkt des Algenreiches. Alle Entwicklungsstadien der Algen spiegeln sich hier wieder, von einzelligen über faden- und plattenförmige bis zu vielkernigen, schlauchartigen Individuen. Im Entwicklungsgang wechseln geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung ab (Generationswechsel).

    Die Braunalgen und die Rotalgen sind überwiegend Meeresbewohner und besitzen neben Chlorophyll einen braunen beziehungsweise roten Farbstoff, der das Chlorophyll überlagert. Die größeren Algenformen, die zu den größten Pflanzen überhaupt gehören (bis über 200 m Länge), werden als Tang bezeichnet.

    Nutzen

    Algen bilden als Phytoplankton nicht nur eine wichtige Nahrungsgrundlage für zahlreiche Kleinstlebewesen, sie dienen auch dem Menschen als Nahrungsmittel (hoher Gehalt an Eiweiß, Fett und Stärke) und sind v.a. in Japan sehr beliebt (Sushi). Auch Agar-Agar wird aus Meeresalgen gewonnen. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Selbstreinigung der Gewässer und der Trinkwassergewinnung.



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