Gattung (Literatur)

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der Begriff bezeichnet ein Ordnungssystem der Literaturwissenschaft. Unter einer Gattung werden verschiedene Texte zusammengefasst, die bestimmte gemeinsame Merkmale aufweisen. Diese Merkmale können sowohl formaler als auch inhaltlicher Art sein. Die für die Zugehörigkeit einer Gattung entscheidenden Kriterien werden von der Literaturwissenschaft festgelegt. Für die meisten Gattungen sind die Zugehörigkeitskriterien in der Forschung umstritten, oft konkurrieren verschiedene Gattungsdefinitionen miteinander. Es ist möglich, dass ein Text Merkmale von verschiedenen Gattungen aufweist.

Seit der Antike wird eine Einteilung in die drei Hauptgattungen Epik, Lyrik und Drama verwendet. Diese Einteilung ist bis heute relativ unumstritten. Jede dieser Hauptgattungen hat eine Reihe von Untergattungen. Die wichtigsten Untergattungen der Epik sind: Roman, Epos, Novelle und Ballade; die wichtigsten Untergattungen der Lyrik sind: Elegie, Hymne, Ode und Sonett; bei der Dramatik wird zwischen Tragödie und Komödie unterschieden.

Um die Kriterien zu gewinnen, die die Zugehörigkeit eines Textes zu einer Gattung kennzeichnen, bildet man gewöhnlich ein Textcorpus. Der Literaturwissenschaftler wählt eine Reihe von Texten aus, die allgemein relativ unbestritten als einer bestimmten Gattung zugehörig angesehen werden. Nun werden die Merkmale ermittelt, die allen diesen Texten gemeinsam sind. Diese Merkmale können als gattungsspezifisch gelten. Sie werden in einem weiteren Schritt an anderen Texten erprobt. Bei diesem Verfahren ist aber immer zu berücksichtigen, dass die Gattungszugehörigkeit letztlich von außen an den Text herangetragen wird (auch wenn manche Autoren ihre Texte explizit einer Gattung zuordnen, etwa wenn Goethe einen seiner Texte "Novelle" nennt). Gattungskriterien können deshalb auch normativ festgelegt werden. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass sich bestimmte Gattungsmerkmale im Laufe der Literaturgeschichte verändern können.


[Bearbeiten] Zitatenschatz

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Otto Fürst von Bismarck

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[Bearbeiten] Kalenderblatt - 1. April

1892 Es werden einheitliche Zeitzonen eingeführt, die die bisher gültigen Landes- und Ortszeiten ablösen. Die eingeführte Weltzeitordnung wird als Greenwich Time bezeichnet (nach der Festsetzung von Greenwich als Null-Meridian).
1924 Der Münchner Volksgerichtshof befindet Adolf Hitler im Hitler-Ludendorff-Prozess des Hochverrats schuldig und verurteilt Hitler für seinen missglückten Putschversuch in München zu fünf Jahren Festungshaft und spricht somit die niedrigste Strafgrenze aus.
1930 Uraufführung des Spielfilms "Der blaue Engel" von Josef von Sternberg.