Bilderschrift

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    auch: Piktografie;

    grafische Darstellung von Sachverhalten durch Bilder oder Symbole. Als Schrift im engeren Sinne erst akzeptiert, wenn die piktografischen Zeichen auch an Wörter und Lautformen gebunden sind, z.B. Hieroglyphen (seit Ende des 4. Jahrtausends v.Chr., Ägypten).

    Die Anfänge der Bilderschrift sind im späten Paläolithikum (Magdalénien) aus der Höhlenmalerei (Pasiegahöhle, Spanien) und den Felszeichnungen (Bohuslän, Schweden) nachweisbar. Die Bilderschrift entwickelte sich von der Wiedergabe ritueller Sätze (Satzschrift) über die Wortbilderschrift zur Wortlautschrift und Silbenschrift, schließlich zur Buchstabenschrift.

    Altamerikanische Kulturen nutzten die Bilderschrift zur Verdeutlichung von Rezitationen. Bedeutsam ist die Chronik der Delawaren, das "Walam Olum", und auch die Birkenrindenschrift der Ojibwa. Die Azteken entwickelten die einfachen bildlichen Darstellungen zu einer Bilderhandschrift, mit teilweiser Näherung an Silbenschrift. Mit am fortgeschrittensten war die Schrift der Mayas. Neben der ideografischen Bedeutung der Zeichen weist sie Ansätze zur phonetischen Schrift auf. Weitere wichtige Schriften lassen sich im islamischen und chinesischen Kulturbereich feststellen. Bedeutsam sind noch die sumerisch-babylonischen Keilschriften Mesopotamiens, die Osterinselschrift und die Industal-Schrift.



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