Bürgerliches Trauerspiel

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tragische Dramengattung des 18. und 19. Jahrhunderts; erstmals ist der Rahmen das bürgerliche Milieu und nicht mehr - gemäß der Ständeklausel - die Königs- oder Adelshöfe. Die ursprüngliche Beschränkung auf Figuren des Hochadels resultierte aus dem (Theater-)Gesetz der "Fallhöhe"; es wurde davon ausgegangen, dass die Zuschauer das Scheitern einer Bühnenfigur als umso tragischer empfinden, je höher diese sozial steht.

Im bürgerlichen Trauerspiel werden nun bürgerliche Personen zu Protagonisten der Dramen.

Das erste deutsche Trauerspiel ist Lessings "Miss Sara Sampson" (1759). Diese Form des "empfindsamen Trauerspiels" wurde später durch Theaterwerke mit Schwerpunkt auf Ständekonflikte abgelöst. Beispiele hierfür sind etwa Lessings "Emilia Galotti" und Schillers "Kabale und Liebe". Feierte zu Beginn der Entwicklung das Bürgertum mit dem bürgerlichen Trauerspiel seine Tugenden, so wurde in F. Hebbels "Maria Magdalene" (1844) das Bürgertum und seine geistig-moralische Enge zum Auslöser der Tragödie.


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