Margarethe von Trotta

    Aus WISSEN-digital.de

    deutsche Schauspielerin und Filmregisseurin; * 21. Februar 1942

    Nach einigen Theaterengagements war Margarethe von Trotta seit 1968 vor allem in meist anspruchsvollen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Unter anderem spielte sie in Klaus Lemkes "Brandstifter", in Volker Schlöndorffs "Baal", in Rainer Werner Fassbinders "Götter der Pest", "Der amerikanische Soldat" und "Warnung vor einer Heiligen Nutte" sowie in Reinhard Hauffs "Desaster". Von der "reinen Schauspielerei" war sie nie völlig befriedigt und fand durch die Verbindung mit Volker Schlöndorff, den sie 1971 heiratete, zum Drehbuchschreiben. Unter anderem schrieb sie an Schlöndorffs Film "Der Fangschuss" mit.

    Nach den ersten Regieerfahrungen wagte sie sich 1977 an ihren ersten selbstständigen Film "Das zweite Erwachen der Christa Klages", in dem sie großes Maß an Sensibilität für die Entwicklung und Problematik weiblicher Charaktere bewies. Ein erstaunlicher Erfolg und gleichzeitig ihr internationaler Durchbruch gelang ihr 1981 mit "Die bleierne Zeit", ein Film, der kaum verhüllt das Schicksal der beiden Schwestern Gudrun und Christiane Ensslin erzählt, die, geprägt von der "bleiernen Zeit" der 1950er Jahre, sich im Zuge der Studentenbewegung der 1960er Jahre auf unterschiedliche Weise engagieren: die eine als Redakteurin einer Frauenzeitschrift, die andere als Terroristin. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet.

    Filme (Auswahl)

    1969 - Brandstifter (Darstellerin)

    1969 - Götter der Pest (Darstellerin)

    1970 - Der amerikanische Soldat (Darstellerin)

    1976 - Der Fangschuss (Le coup de grace, Buch und Darstellerin)

    1977 - Das zweite Erwachen der Christa Klages (Buch undn Regie)

    1981 - Die bleierne Zeit (Buch und Regie)

    1986 - Rosa Luxemburg (Buch und Regie)

    1995 - Das Versprechen (Les années du mur, Buch und Regie)

    2002 - Rosenstraße (Buch und Regie)

    2006 - Ich bin die Andere

    KALENDERBLATT - 28. Juni

    1902 Der so genannte Dreibund, ein Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Das Abkommen hat im Kriegsfall entweder Bündnispflicht oder wohlwollende Neutralität zur Folge.
    1914 Der Erzherzog Franz Ferdinand, der Nachfolger des österreichischen Kaisers Franz Joseph und Oberbefehlshaber der Armee, wird vom serbischen Geheimbund "Die schwarze Hand" getötet. Dieses Ereignis wird zum Auslöser des Ersten Weltkrieges.
    1919 Die deutsche Delegation unterzeichnet den Versailler Vertrag. Da dieser Deutschland zum alleinverantwortlichen Schuldigen des Ersten Weltkrieges macht und Deutschland sehr harte Friedensbedingungen abverlangt, wird der Vertrag zum Bumerang für die Sieger: Der Vertrag ist mitverantwortlich für die Entwicklungen, die zum Zweiten Weltkrieg führen.



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