Georg von Frundsberg

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    deutscher Heerführer; * 24. September 1473 in Mindelheim, † 20. August 1528 in Mindelheim

    Georg von Frundsbergs Vater, Ulrich von Frundsberg, aus schwäbischem Adelsgeschlecht, war Feldhauptmann des Schwäbischen Bundes, und unter seiner Führung lernte der Sohn ab 1492 gegen den Herzog Albrecht von Bayern-München das Söldnerwesen kennen. Mit 26 Jahren war er 1499 im so genannten Schweizer Krieg gegen die Eidgenossenschaft, die dem Reichsheer des Kaisers die Alpenpässe nach Italien verlegen wollte, "Gruppenbefehlshaber".

    Nachdem er sich im Dienst des Kaisers Maximilian I. während der Landshuter Erbfolgefehde 1504 in der Schlacht von Regensburg ausgezeichnet hatte und vom Kaiser auf dem Schlachtfeld den Ritterschlag empfangen hatte, stieg er schließlich bis zum Feldhauptmann für das Fußvolk auf.

    Am 7. Oktober 1513 bewahrte er beim Dorf Creazzo in der Nähe von Vicenza das spanisch-deutsch-päpstliche Heer vor der Niederlage gegen Frankreich und Venedig. Frundsbergs deutsche Landsknechte entschieden 1522 die Schlacht beim Jagdschlösschen Bicocca, unweit von Mailand, gegen eine überlegene französisch-venezianische Streitmacht, und seine Spießer und Arkebusenschützen gaben den Ausschlag in der Schlacht bei Pavia.

    Doch die Siege in Oberitalien, im Württemberger Krieg gegen Herzog Ulrich oder im Bauernkrieg in Ober-Schwaben und im Salzburgischen waren nicht seine bedeutendsten Leistungen. Wichtiger war der Vorstoß in die Theorie mit der 1522 anonym erschienen, doch mit Sicherheit von ihm stammenden Schrift "Der treue Rat", in der die Taktik der "Gewalthaufen" behandelt wurde. Noch wichtiger erscheint, dass er in seinen Kriegsartikeln der Feldordnung eine solide Basis gab.

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