Tropismus

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch: tropos, "Drehung, Wendung")

    durch äußere Reize bestimmte, gerichtete Krümmungsbewegung festsitzender (ortsfester) Tiere und Pflanzen. Das Lebewesen oder dessen Organe können sich entweder zu der Reizquelle hin bewegen (positiver Tropismus) oder von ihr weg (negativer Tropismus). Dann gibt es noch die Hinwendung von Organen in einem oft rechten Winkel zum Reiz (transversaler Tropismus).

    Schon Darwin hatte erkannt, dass sich Stängel und Blätter grüner Pflanzen zum Licht neigen (Fototropismus bzw. Heliotropismus bei einer Hinwendung explizit zur Sonne). Dies ist die Folge der ungleichen Verteilung von Fotohormonen, Auxin im Spross und Abscisin im Wurzelbereich.

    Eine bedeutende Rolle beim Pflanzenwachstum spielt auch die Schwerkraft: Der Spross wächst entgegen der Schwerkraft nach oben, die Wurzeln nach unten (Geotropismus). Auch bei einem Samen, der verkehrt in der Erde steckt, werden diese Wachstumsrichtungen eingehalten.

    Auch bei Tieren, die auf einem Untergrund festsitzen, kann man verschiedene Formen von Tropismus beobachten; sie orientieren sich nach der Temperatur (Thermotropismus), der Wasserströmung (Rheotropismus) oder dem Wind (Anemotropismus). Weiter sind da noch der Chemotropismus, der durch die Konzentration von Stoffen ausgelöst wird, und der Traumatotropismus, bei dem eine einseitige Verletzung ausschlaggebend ist.

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