Sergej Prokofjew
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russischer Komponist und Pianist; * 11. oder 23. April 1891 auf Gut Sonzowka (Ukraine), † 5. März 1953 in Moskau
Von 1904 bis 1914 besuchte Prokofjew das St. Petersburger Konservatorium, wo er bei Reinhold Glière und N. Rimskij-Korsakow studierte. 1908 Debüt als Pianist. 1918 verließ er Russland und lebte bis 1933 abwechselnd in Europa (v.a. in Paris) und in den USA. In seiner Exilzeit entstanden Ballette für die Ballets russes und die Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" (Chicago, 1921). 1936 kehrte Prokofjew, dem als Komponist, Dirigent und Pianist kein dauerhafter Erfolg im Ausland vergönnt war, endgültig in seine Heimat zurück. Dort entwickelte er seine Musiksprache im Sinn eines russisch-sowjetischen Stils und sah sich in der Stalin-Ära immer wieder am Grat zwischen hoher Anerkennung durch den sozialistischen Staat, für den er zahlreiche Werke wie die "Kantate zum 30. Jahrestag der Oktoberrevolution" schuf, und scharfer Kritik im Zuge der Formalismusdebatte. Prokofjew starb am selben Tag wie Josef Stalin.
Werke: Opern (u.a. "Der Spieler" nach F. Dostojewski,); Ballette; Symphonien: Nr. 1 D-Dur, op. 25, ("Symphonie classique", 1918); Nr. 2 d-Moll, op. 40 (1925); Nr. 3 c-Moll, op. 44 (1929); Nr. 4 C-Dur, op. 47 (1930); Nr. 5 B-Dur, op. 100 (1945); Nr. 6 es-Moll, op. 111 (1947); Nr. 7 cis-Moll, op. 131 (1952); 2 Violinkonzerte; 5 Klavierkonzerte; weitere Orchesterwerke ("Peter und der Wolf") sowie Filmmusik (u.a. "Alexander Newskij" und "Iwan der Schreckliche" von Sergej Eisenstein, "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" von Woody Allen). Kammermusik, Klavierwerke u.a.
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