Schwellenland

    Aus WISSEN-digital.de

    (englisch: Newly Industrializing Countries, NIC)

    umstrittene Bezeichnung für die Entwicklungsländer, die an der Schwelle zur Industrialisierung stehen oder sie gerade überschritten haben. Die Schwelle ist nach dem Maßstab der Vereinten Nationen genau dann erreicht, wenn ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus industrieller Produktion erwirtschaftet wird; weitere Maßstäbe sind der Grad der Alphabetisierung und eine höhere Lebenserwartung. Als wirtschaftliche Indikatoren gelten: Automobilindustrie, Rohstoffverarbeitung und dazu erforderliche Infrastrukturen. Häufig besteht jedoch ein Widerspruch zwischen Wirtschaftswachstum und Lebensstandard der Bevölkerung; der Übergang vom Entwicklungsland zum Industriestaat führt oft zur Verelendung bestimmter Bevölkerungsschichten (ähnlich Europa zur Zeit der Industriellen Revolution). Schwellenländer sind z.B. Taiwan, Thailand oder Malaysia aber auch Argentinien, Brasilien und Mexiko.

    Kalenderblatt - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).