Schnarchen - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

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    Ein angenehmer und ausführlicher Schlaf ist wichtig für die körperliche und geistige Gesundheit. Geräuschempfindliche Menschen haben es dabei besonders schwierig - speziell dann, wenn der Bettnachbar unkontrollierte Geräusche von sich gibt. Vor allem in Deutschland ist Schnarchen ein sehr weit verbreitetes Phänomen. Im fortschreitenden Alter wird jede zweite Person davon betroffen sein. Die Ursachen dieses Problems sind weitgehend erforscht - ebenso wie die Möglichkeiten zur Behandlung.

    Welche Ursachen gehen mit Schnarchen einher?

    Schnarchende Menschen haben mit Problemen der Atemwege zu kämpfen. Aufgrund von Infektionen aber auch allergischen Reaktionen kommt es zu einer Verengung der Atemwege. Schnarchen ist somit eine Abwehrreaktion gegen die mögliche Gefahr einer Erstickung. Betroffene Menschen leiden oft auch an Problemen mit den Schleimhäuten - Schwellungen können aus Schnupfen aber auch entzündeten Nasennebenhöhlen resultieren.

    Passen die täglichen Gewohnheiten nicht, wird Schlafapnoe möglicherweise auch gefördert. Ein zu hohes Gewicht und der regelmäßige Tabakkonsum begünstigen einen Hochstand des Zwerchfells, wodurch die Lunge nicht optimal ausgedehnt werden kann. Pro Atemzug kommt somit weniger Luft in den Körper. Abgesehen vom Alter ist Schnarchen auch stark vom Geschlecht abhängig. Während die Schwankungsbreite bei Frauen in etwas zwischen 8 und 25 Prozent liegt, sind ungefähr 20 bis 46 Prozent aller Betroffenen Männer.

    Sind zusätzliche Symptome mit dem Schnarchen verbunden?

    Die Atemnot des Erkrankten und Geräuschbelästigung des Bettnachbarns sind eine Sache - Schnarchende Personen haben jedoch unter Umständen auch mit anderen Symptomen zu kämpfen. Vor allem nach dem Aufstehen machen sich oft Trockenheit im Mund oder lästige Kopfschmerzen bemerkbar. Im Laufe des Tages kann sich bei Schnarchern auch ein Einbruch der Leistungs- oder Konzentrationsfähigkeit bemerkbar machen.

    Schlafapnoe tritt oft auch in Kombination mit schwierigerem Durchschlafen einher. Deswegen kann es vorkommen, dass der Körper diese Defizite untertags nachholen möchte. Treten diese Symptome in Kombination auf, sollte ein Gang zum Arzt den Aufschluss über eine mögliche Erkrankung liefern.

    Wie kann Schnarchen selbst behandelt werden?

    Um das eigene Schnarchen in den Griff zu kriegen, können Privatpersonen auf unterschiedliche Methoden zurückgreifen. Beispielsweise sind spezielle Schnarchkissen erhältlich, die eine zusätzliche Stützung der Halswirbelsäule ermöglichen. Dadurch kann die Atmung wesentlich gefördert werden. Für den Mundbereich sind Schnarchschienen verfügbar- ein Kauf ist jedoch nur auf Basis eines ausgestellten Rezepts möglich.

    Soll der Mundbereich lieber frei bleiben, empfiehlt sich auch eine sogenannte Schlafapnoe-Maske. "Eine Schlafapnoe Maske ist die "mechanische" Lösung der Beendigung von Atemaussetzer beim Schlafen. Es bedeutet, dass mit dieser Maske permanent Luft in die Atemwege geblasen wird, sodass Betroffene ruhig und angenehm schlafen können", ist auf der gesundheitsforschenden Website arzneimittelfakten zu lesen. "Diese Masken werden auch als CPAP Masken betitelt. "Continuous Positive Airway Pressure" bedeutet, dass durch eine künstliche Hilfe das Beatmungsverfahren optimiert wird". Im Gegensatz zu Schienen oder dem Kissen ist jedoch ein deutlich höhere Investitionsbereitschaft erforderlich.

    Kann auch der Arzt das Schnarchen behandeln?

    Ist der Zustand chronisch, kann oft nur ein operativer Eingriff das Problem lösen. Der eigene HNO-Arzt kann Schlafapnoe anhand verschiedenster Eingriffe beheben. In vielen Fällen sind noch vorhandene Mandeln ein verursachender Faktor. Diese werden in Kombination mit Schnarchen sehr häufig entfernt.

    Alternativ ist es möglich, dass an der Scheidewand oder den Nebenhöhlen der Nase operiert wird. Da es sich hier mittlerweile um Routineeingriffe handelt, kann dieser Schritt ohne Bedenken in Betracht gezogen werden.

    Kalenderblatt - 17. Juli

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