Satellitenrundfunk

    Aus WISSEN-digital.de

    Allgemeines

    Die von einer Rundfunkanstalt produzierten bzw. für das Senden vorgesehenen Hör- und Fernsehrundfunkprogramme werden nach entsprechender Signalaufbereitung über eine Erdefunkstelle (Bodenstation für den Satellitenfunkverkehr) zum Rundfunksatelliten gesendet. Die Übertragung erfolgt mit sehr hochfrequenten Wellen im Mikrowellenbereich, aus technischen und ökonomischen Gründen vorzugsweise von ca. 11 bis 13 GHz, da mehrere Schichten der Atmosphäre durchdrungen werden müssen. Der Rundfunksatellit befindet sich auf einer geostationären Erdumlaufbahn über dem Erdäquator. Die Erdumlaufgeschwindigkeit des Satelliten ist der Erdumdrehungsgeschwindigkeit angepasst, wodurch sich eine gleichbleibende Position des Satelliten zur Erdoberfläche ergibt. Eine Antennennachführung ist somit nicht erforderlich. Im geostationären Orbit befinden sich heute bereits zahlreiche Satelliten, die sich in einem relativ schmalen Bereich über dem Erdäquator "aneinander reihen", so dass es auf Grund der Belegungsdichte zu "Parkproblemen" kommt.

    Satelliten

    Satelliten, die Hörfunkprogramme senden, sind beispielsweise ASTRA und EUTELSAT, und Fernsehprogamme sendende Satelliten sind ASTRA, EUTELSAT und DFS-KOPERNIKUS. Oftmals sind mehrere Satelliten mit einer Bezeichnung relativ nahe beieinander im Orbit über dem Erdäquator stationiert, z.B. ASTRA 1A bis 1E und EUTELSAT II-F1 bis II-F4. Die Hörfunkprogramme liegen auf Tonunterträgern der Fernsehkanäle und können ebenso wie Fernsehprogramme auf der Receiver-Fernbedienung abgespeichert werden.

    Senden und Empfangen

    Die von der Erdefunkstelle empfangenen Signale werden in die Satellitensendefrequenzen umgesetzt und in das vorgesehene Ausleuchtgebiet abgestrahlt. Das Ausleuchtgebiet ist das vom Satellitensignal in Form eines gebündelten Richtstrahls (dem Spotbeam) erfasste bzw. erreichbare Gebiet. Eine flächendeckende Versorgung des Empfangsgebietes und damit der Empfänger ist das Ziel der Satellitenabstrahlung. Die Signale der Erdefunkstelle werden vom Satelliten in einer Empfangseinheit empfangen und an die Sendereinheit im Satelliten weitergeleitet. Die Kombination aus Empfänger, Umsetzer und Sender heißt Transponder - Transmitter (Sender) und Responder (Empfänger). Das Übertragen der Signale von der Erdefunkstelle zum Satelliten wird als "uplink" und das Übertragen der Signale vom Satelliten zu den Erdempfängern als "downlink" bezeichnet. Die Empfangsgebiete (footprints) der jeweiligen Satelliten auf der Erde sind in speziellen Landkarten mit der zu erwartenden Empfangsleistung bzw. dem Parabolantennendurchmesser verzeichnet.

    Die entsprechenden Programme sind direkt vom Satellit über spezielle Empfangsanlagen mit Parabolantennen empfangbar. Die Empfangsanlagen werden unterteilt in Anlagen für Einzelempfang oder für Gemeinschaftsempfang (z.B. Einspeisung über eine Kopfstation in eine Kabelanlage).

    KALENDERBLATT - 5. Oktober

    1582 Einführung des Gregorianischen Kalenders.
    1762 Uraufführung der deutschen Oper "Orpheus und Euridice" von Christoph Willibald Gluck in Wien.
    1789 Der Zug der Marktfrauen nach Versailles zwingt den französischen König zum Umzug in die Hauptstadt.



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