Rhetorik

    Aus WISSEN-digital.de

    Datei:Cice0464.jpg
    Cicero; Büste

    (griechisch) auch: Redekunst;

    Der Begriff Rhetorik bezeichnet sowohl die Technik und Ausführung einer Rede selbst als auch die Wissenschaft von der Gestaltung öffentlicher Reden. Reden haben immer ein bestimmtes Ziel, sie wollen das Publikum überzeugen und zu einem bestimmten Verhalten oder einer bestimmten geistigen Haltung bewegen. Die Rhetorik beschäftigt sich mit den Mitteln, mit deren Hilfe eine Rede ihr Ziel erreichen kann.

    Die klassische Rhetorik der Antike, die bis weit in die Neuzeit hinein bedeutsam blieb, unterscheidet fünf Aspekte der Rede:

    Zunächst müssen der Stoff und die wichtigsten Argumente, die in der Rede verwendet werden sollen, gefunden werden (inventio). Die Argumente und das Stoffmaterial müssen dann sinnvoll angeordnet werden; hierfür gibt es bestimmte Regeln (dispositio). In einem dritten Schritt muss die stilistische Gestaltung ausgearbeitet werden; sehr viel Wert wurde dabei früher auf die Verwendung von rhetorischen Figuren gelegt (elocutio). Anschließend wird die Rede auswendig gelernt (memoria). Den letzten Schritt stellt der Vortrag der Rede dar, bei dem alle angemessenen Mittel sprachlicher Ausdruckskraft eingesetzt werden sollen (pronuntiatio).


    Drama, Drama ...

    Wissen oder nicht wissen ... das ist hier die Frage! Wie gut kennen Sie sich aus auf den Brettern, die die Welt bedeuten?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 19. Mai

    1536 König Heinrich VIII. von England lässt seine Frau Anna Boleyn zum Tode verurteilen und hinrichten.
    1899 Eröffnung der ersten Haager Friedenskonferenz, bei der kein bestimmter Krieg beendet, sondern Wege der friedlichen Konfliktbewältigung erörtert werden sollten.
    1949 Der Bayerische Landtag stimmt über das Grundgesetz ab und lehnt es als einziges Bundesland ab. Das Grundgesetz tritt trotzdem in Kraft, da es nur einer Zustimmung von zwei Dritteln der westdeutschen Ländern bedarf.