Rennmäuse

    Aus WISSEN-digital.de

    (Gerbillinae)

    Rennmäuse leben in der Natur in den Steppen und Wüsten Afrikas, Arabiens und Innerasiens.

    Sie erreichen maximal die Größe einer Ratte: Körperlänge acht bis 20 Zentimeter, Schwanzlänge vier bis 25 Zentimeter, Gewicht 30 bis 200 Gramm. Ein allen Arten gemeinsames Merkmal sind die gefurchten Nagezähne. Die Tiere haben einen mittelgroßen Kopf mit langen Ohren und Schnurrbarthaaren und recht große Augen. Ihr Fell ist weich und von der Färbung her sandfarben bis hell graubraun. Der Schwanz ist meist lang, nur dünn behaart und endet in einer Quaste. Manche Arten nutzen ihn als Fettspeicher. Ihre Hinterbeine sind länger und kräftiger als die Vorderbeine.

    Rennmäuse ernähren sich im allgemeinen von Pflanzen, fressen aber auch Insekten und Larven. Ihr Trinkwasserbedarf ist sehr gering. Die Tiere setzen sich zum Fressen und zur Beobachtung ihrer Umgebung auf. Sie sind - wie der Name schon sagt - flinke Läufer. Bei Gefahr fiepen sie und verschwinden blitzschnell in ihrem Erdbau. Die meisten Arten sind nachtaktiv und leben in großen Kolonien. Bei guter Nahrungssituation kommt es zu Massenvermehrungen. Ihr ausgeprägter Putztrieb hält das Fell der Tiere immer sauber und macht sie auch deshalb zu einem beliebten Haustier für Kinder.

    Systematik

    Unterfamilie in der Familie der Wühler (Cricetidae).

    Einige Arten:

    (Gattungen sind am ersten Teil des lateinischen Namens zu erkennen.)

    Nordafrikanische Rennmaus (Gerbillus nanus)

    Große Wüstenrennmaus (Rhombomys opimus)

    Sandrennmaus (Psammomys obesus)

    Persische Wüstenmaus (Meriones persicus)

    Dickschwanzmaus (Pachyuromys duprasi)


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