Rastatt

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    Kreisstadt in Baden-Württemberg, an der Murg gelegen; ca. 47 000 Einwohner.

    Barockresidenz (Schloss), Schloss Favorite (um 1710), barocke Stadtkirche St. Alexander (1764 fertig gestellt); Automaten- und Fahrzeugbau, Metall- und Papierindustrie.

    Geschichte

    Rastatt war Sitz der markgräflichen Residenz (1705-1771).

    1714 wurde hier der Friede (Rastatter Friede) zwischen Kaiser Karl VI., der den Frieden von Utrecht (1713) nicht anerkannt hatte, und Frankreich-Spanien nach Beendigung des Spanischen Erbfolgekrieges geschlossen, wobei Straßburg und das Elsass bei Frankreich belassen wurden. Die Bourbonenherrschaft in Spanien unter der Voraussetzung ihrer Unabhängigkeit von Frankreich wurde anerkannt und die spanischen Nebenländer Mailand, Toskana, Neapel und Niederlande Österreich zugeteilt. Damit wurde der bayerische Tauschplan (Bayern gegen Niederlande) ausgeschaltet und Max Emanuel von Bayern und Josef Klemens von Köln in ihre Kurfürstentümer wieder eingesetzt.

    1797 bis 1799 fand der Friedenskongress (Rastatter Kongress) zur Ordnung der deutschen Reichsangelegenheiten nach dem 1. Koalitionskrieg statt. Ziel war die Festlegung neuer Besitzverhältnisse für die im Frieden von Campoformio 1797 geschädigten Fürsten der linksrheinischen Gebiete. Jedoch verliefen die Verhandlungen erfolglos und es kam nach der Ermordung französischer Unterhändler durch österreichisch-ungarische Husaren zum endgültigem Abbruch der Gespräche.

    1840 wurde die Stadt zur Bundesfestung ausgebaut. 1849 kam es zur Niederwerfung der republikanischen Bewegung und der Revolution in Baden, nachdem preußische Truppen Rastatt zwei Monate belagert hatten.


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