Pyrolyse

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch)

    thermische Zersetzung zusammengesetzter Stoffe unter Luftabschluss. Bei etwa 1 500 °C z.B. wird durch Pyrolyse aus Erdgas Acetylen (Karbide) gewonnen. Vor mehreren Jahren kam die Pyrolyse zur Beseitigung von Siedlungs- und Kunststoffabfällen und Produkten wie Autoreifen ins Gespräch - auch als Alternative zur umstrittenen Müllverbrennung. Pionier der Müll-Pyrolyse war Karl Kiener, der bereits 1974 in Goldshöfe bei Aalen eine erste Anlage betrieb. Die bei der Pyrolyse entstehenden Schwelgase (aus Verschwelung, nicht Verbrennung der Abfälle) werden verbrannt und können z.B. zur Dampferzeugung genutzt werden. Eine Kombination von Pyrolyse und Verbrennung ist das von Siemens aus der Kiener-Pyrolyse entwickelte Schwelbrennverfahren. Müll und etwa auch Klärschlamm werden zunächst bei etwa 500 °C verschwelt. Schwelgas und kohlenstoffhaltige Reststoffe werden anschließend bei rund 1 300 °C verbrannt, wobei alle organischen Schadstoffe zerfallen. Die Wärme wird über Dampf ausgekoppelt, zurück bleibt eine Schlacke, die sich z.B. im Straßenbau weiterverwenden ließe.

    KALENDERBLATT - 18. Juni

    1922 Der HSV und der 1. FC Nürnberg erkämpfen beim Finale der Deutschen Fußballmeisterschaft in Berlin ein Unentschieden – das Spiel endet 2:2.
    1974 Die nach acht Monaten israelischer Kriegsgefangenschaft heimkehrenden syrischen Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg gegen Israel gekämpft haben, werden in der syrischen Hauptstadt Damaskus von über 20 000 Menschen begrüßt.
    1995 In Frankreich erringt das erste Mal ein Kandidat der FN (Front National) die absolute Mehrheit. Der Vertreter der rechtsextremen Partei wird zum Bürgermeister von Toulon gewählt.



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