Puppentheater

    Aus WISSEN-digital.de

    Das Puppentheater oder - wie man heute eher sagt, um eine Verwechslung mit Theater- und Spielzeugpuppen zu vermeiden - das Figurentheater ist die künstlichste und absolute Form des Theaters, denn hier ist der Mensch der Schöpfer aller Dinge. Es enthält eine Vielzahl von Formen, von der Hand- und Fingerpuppe über die Stockpuppen, Stab- und Standfiguren bis hin zu den an Fäden bewegten Marionetten.

    Die Puppenspieltradition gibt es in allen Kulturen der Welt. In Europa wird das Figurentheater zum ersten Mal bei dem griechischen Schriftsteller Xenophon im Jahr 422 v.Chr. erwähnt. Dann wird es erst wieder fassbar im ausgehenden Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, zum Beispiel in Ratsprotokollen über Spielerlaubnisse. Denn es sind vor allem Wanderbühnen, in denen das Figurentheater gepflegt wird. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ersetzen die Leiter solcher Wanderbühnen ihre Schauspieler durch Puppen, wodurch auch das Repertoire der Wanderkomödianten Teil des Figurentheaters wird, z.B. "Das Puppenspiel vom Doktor Faust". Auf den Jahrmärkten tritt die lustige Figur, etwa in Gestalt des Hanswurst, seit dem 17. Jahrhundert immer mehr in den Vordergrund.

    Die Romantiker schrieben zu Beginn des 19. Jahrhunderts Stücke für das Figurentheater (z.B. Ludwig Tieck: "Hanswurst als Emigrant"). In München entstand aus der Zusammenarbeit des Grafen Pocci, der Märchen und heitere Stoffe bearbeitet hatte, und des Marionettenspielers Josef Schmitt 1858 ein Marionettentheater, das im Jahr 1900 das erste eigene Theatergebäude Deutschlands eröffnen konnte.

    In den 20er Jahren unseres Jahrhunderts hat man die pädagogische Bedeutung des Handpuppenspiels entdeckt, das seitdem einen festen Platz in der Kindergarten- und Grundschulerziehung hat.


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