Peter Iljitsch Tschaikowsky

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    russischer Komponist; * 25. April (7. Mai) 1840 in Kamsko-Wotkinsk, † 25. Oktober (6. November) 1893 in St. Petersburg

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    Peter Iljitsch Tschaikowski

    Zunächst war Tschaikowsky von 1859 bis 1863 zaristischer Beamter im Finanzministerium in St. Petersburg und widmete sich danach erst als 22-Jähriger der Musik. Bis 1865 war er am St. Petersburger Konservatorium Schüler von A. Rubinstein und arbeitete von 1866 bis 1878 als Lehrer für Musiktheorie am Konservatorium in Moskau. Danach lebte er an verschiedenen Orten in Russland und unternahm als Dirigent und Kritiker viele Reisen ins Ausland, so unter anderem 1876 zu den Bayreuther Festspielen. 1877 heiratete er Antonina Iwanowna Miljubkowa, eine seiner Schülerinnen am Konservatorium. Die Ehe scheiterte nach nur wenigen Wochen und Tschaikowsky unternahm einen Selbstmordversuch. Seine nicht gelebte Homosexualität führte beim schüchternen, in sich gekehrten Tschaikowsky immer wieder zu starken Depressionen.

    Von 1878 bis 1890 wurde er von seiner Gönnerin N.F. von Meck, die er niemals persönlich kennen lernte, in großzügigster Weise finanziell unterstützt. In dieser Phase, in der sich Tschaikowsky zumindest materieller Sorgen entledigt sah, entstanden viele seiner großen Meisterwerke wie die Opern "Eugen Onegin", "Pique Dame", die Symphonien Nr. 4 und 5, das Violinkonzert, das Ballett "Dornröschen u.v.a. In den Jahren von 1888 bis zu seinem Tod unternahm er äußerst erfolgreiche Tourneen durch Deutschland, England und die Schweiz (1888 und 1889) sowie durch die USA (1891). Die Uraufführung seiner Sechsten Symphonie ("Pathétique") leitete er nur wenige Tage, bevor er aus ungeklärter Ursache umkam.

    Tschaikowskys Werk war immer wieder unterschiedlichen Beurteilungen ausgesetzt, so empfanden seine russischen Landsleute seine Musik als zu westlich, während mitteleuropäische Hörer die typisch russische Schwermut in seinen Kompositionen zu erkennen glaubten. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass Tschaikowsky als überragender Melodienschöpfer gelten kann.

    Werke: "Eugen Onegin", "Pique Dame", "Mazeppa", "Wakula, der Schmied", "Jolanthe" (Opern); "Dornröschen", "Der Nussknacker" (Ballette); 6 Symphonien (Nr. 1 g-Moll, op. 13, "Winterträume"; Nr. 2 c-Moll, op. 17, ""Kleinrussische"; Nr. 3 D-Dur, op. 29, ""Polnische"; Nr. 4 f-Moll, op. 36; Nr. 5 e-Moll, op. 64; Nr. 6 h-Moll, op. 74, "Pathétique"); "Manfred-Symphonie", op. 58; "Ouvertüre solenelle (1812)", op. 49; "Romeo und Julia"; 4 Orcherstersuiten (Nr. 1 d-Moll, op. 43; Nr. 2 C-Dur, op. 53; Nr. 3 G-Dur, op. 55; Nr. 4, op. 61, "Mozartiana"); Streicherserenade C-Dur, op. 48; "Francesca da Rimini", op. 32; "Capriccio italien", op. 45; Klavierkonzerte (Nr. 1 b-Moll, op. 23; Nr. 2 G-Dur, op. 44); "Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester, op. 33; Violinkonzert D-Dur, op. 35; Kammermusik, Klavierwerke, Lieder u.a.

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