Otto Strasser

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Politiker; * 10. September 1897 in Windsheim, † 27. August 1974 in München

    Nach dem Ersten Weltkrieg trat Otto Strasser der SPD bei, doch sie war ihm nicht sozialistisch und nicht national genug. So fand er 1925 zu Hitlers Nationalsozialistischer Deutscher-Arbeiterpartei. Sehr rasch wurde er einer der ganz großen Spitzenpropagandisten der NSDAP. Nach einigen Jahren fand Otto Strasser, - dessen Bruder Gregor gleichfalls in Hitlers Partei agierte - dass der Sozialismus bei Hitler eine immer kleiner werdende Rolle zu spielen schien. Er trennte sich deshalb 1930 von Hitler mit der Parole "Die Sozialisten verlassen die NSDAP". Was sich daraus entwickelte, war lediglich ein Splittergrüppchen von Sektierern, zumeist junge Intellektuelle. Sie nannten sich Schwarze Front. Als Hitler 1933 an die Macht gelangte, floh Otto Strasser nach Prag und arbeitete von dort aus - erfolglos - weiter gegen Hitler. Otto Strassers Bruder Gregor wurde 1934 während des Röhm-Putsches erschossen. Als die deutsche Wehrmacht 1938 das Sudetenland besetzte, floh der promovierte Volkswirt Otto Strasser erst in die Schweiz, dann nach Frankreich und von dort nach Kanada. 1955 kehrte er nach Deutschland zurück und gründete ein Jahr später die Deutsche Soziale Union. Die Partei gedieh genauso wenig wie einst die Schwarze Front.

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