Mehr E-Mail Sicherheit: So geht es

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    E-Mails sind eine schnelle und bequeme Alternative zur Post und längst nicht mehr wegzudenken. So unkompliziert E-Mails sind, so anfällig sind sie jedoch leider auch für Stichpunkte wie Spam, Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl. Welche Möglichkeiten haben Sie, um für mehr Sicherheit in Ihrem E-Mail-Postfach und bei Ihrem alltäglichen E-Mail-Verkehr zu sorgen?

    Was kann man für den sicheren E-Mail-Verkehr tun?

    Für was nutzen Sie E-Mails im Alltag? Klassiker sind Tätigungen von Bestellungen in Onlinshops, Hotel- und Reisebuchungen, der ein oder andere Klick auf einen Newsletter zum Mitnehmen eines versprochenen Rabatts auf die Bestellung bei Newsletteraktivierung, der digitale Schriftverkehr mit verschiedenen Ämtern und nicht zu vergessen das Schreiben und Empfangen von privaten E-Mails im Familien- und Freundeskreis. Das klingt auf den ersten Blick alles harmlos? Cyberkriminellen bietet bereits diese ganz alltägliche Durchschnittsnutzung des E-Mail-Postfachs verschiedene Möglichkeiten.

    Ein zweites, "Junk" E-Mail-Konto

    Datenweitergabe und Datenmissbrauch sind die zwei vorrangigen Stichpunkte, die Ihrem Postfach mittelfristig jede Menge Spam und den ein oder anderen Phishingversuch durch täuschend echt aussehende E-Mails mit bösartigen Links einhandeln. Eine gängige Idee im Sinne von mehr E-Mail-Sicherheit ist es, sich ein zweites E-Mail-Konto zuzulegen. Das Hauptkonto dient dann ausschließlich für recht sicher einzustufende E-Mails wie etwa private Nachrichten oder behördliche Schreiben. Das zweite E-Mail-Konto wird hingegen als eine Art Junk-Konto geführt und dient jeglichem E-Mail-Verkehr, bei dem mit viel nervigem Spam zu rechnen ist. Allerdings muss man natürlich auch hier üblicherweise für das Anlegen der Adresse seine privaten Daten angeben, sodass der Punkt des Datenmissbrauchs leider nicht ausgehebelt wird.

    Wegwerf-E-Mail-Adresse

    Eine interessante Alternative ist deshalb ein kostenloser temporärer E-Mail-Generator für einmalige Adressen. Dabei ist oft auch von der sogenannten Wegwerf-Adresse die Rede. Diese sind je nach Einstellungen und Anbieter nur ein einziges Mal oder für mehrere Stunden oder Tage nutzbar. Dabei kommen üblicherweise Cookies zum Einsatz, um Ihr Endgerät für den entsprechenden Zeitraum als Inhaber der E-Mail-Adresse zu verifizieren. Nach einem gewissen Zeitraum löscht sich das E-Mail-Konto mitsamt dem Schriftverkehr komplett. Das sind die Vorteile:

    • Sie müssen keine persönlichen Daten hinterlegen und bieten damit keine Angriffsfläche für Identitätsdiebstahl.
    • Die Adresse ist nicht mit Ihrer normalen E-Mail-Adresse verknüpft, sodass Sie keine Sorge vor Spam haben müssen.
    • Sie können die Verbreitung Ihrer Hauptadresse durch Nutzung einer Wegwerfadresse gering halten.

    Gut eignet sich eine anonyme E-Mail-Adresse zum Beispiel für Newslettereintragungen, wenn Sie lediglich vom versprochenen Rabattcode bei Newsletterbestellung profitieren möchten. Ebenso eignet sie sich gut für die Teilnahme an Cashbackaktionen oder Gewinnspielen, bei denen Spam eine sehr häufige Begleiterscheinung ist. Nutzen Sie die Wegwerfadresse außerdem immer dann, wenn Sie für ein Plus an Sicherheit und Privatsphäre keinerlei persönlichen Infos preisgeben möchten, so etwa bei ersten Anfragen auf Verkaufsportalen.

    Das E-Mail-Konto vor unberechtigten Zugriffen schützen

    Wenn es um Themen wie Identitätsdiebstahl geht, spielen Ihre persönlichen Daten eine essentielle Rolle. Diese sind bei gängigen E-Mail-Providern in der Regel hinterlegt und für jeden einsehbar, der Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto hat. Das ist aber noch längst nicht die einzige Gefahr, die von einem unberechtigten Zugriff auf Ihr Konto ausgeht. Denken Sie hierbei zum Beispiel an Bestellungen in diversen Onlineshops: Sie benötigend für Bestellbestätigungen und den Rechnungsversand üblicherweise ein E-Mail-Konto.

    Cyberkriminelle machen sich den Zugang zu fremden Konten exakt für so etwas zunutze, bestellen Produkte gegebenenfalls auf Ihren Namen und definitiv über Ihr E-Mail-Konto und ziehen Sie damit unbewusst in ihre Machenschaften mit hinein. Dem können Sie am besten einen Riegel vorschieben, in dem Sie Ihr E-Mail-Konto bestmöglich vor Zugriffen von unberechtigten Personen schützen. Das sind einige der wichtigsten Punkte, auf die Sie dabei achten sollten:

    • Ein starkes Passwort mit einer komplexen Kombination aus Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen wählen.
    • Das Passwort regelmäßig ändern und niemals dasselbe Passwort für zwei Konten im Internet nutzen.
    • Je nach Angebot des Anbieters die Option der Zwei-Faktor-Authentifizierung für eine doppelte Sicherheitsebene nutzen.

    Das eigene E-Mail-Konto vor Datenmissbrauch und Spam schützen: hier kann eine anonyme E-Mail-Adresse eine interessante Idee sein. Wer bei seinem Hauptpostfach auf ein Maximum an Datensicherheit durch beispielsweise ein sehr starkes und häufiger geändertes Passwort setzt, ist in Kombination mit einer Wegwerfadresse in Bezug auf die Sicherheit im E-Mail-Verkehr klug dabei!

    Kalenderblatt - 22. Februar

    1873 In Deutschland wird das Münzgesetz eingeführt, das als einzige Währung die Mark gelten lässt.
    1943 In München werden die Mitglieder der Weißen Rose, die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt.
    1965 Dem Italiener Walter Bonatti gelingt die Besteigung des Matterhorns über die Nordflanke, die "Direttissima".